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Rauer Motor, genügendes Platzangebot
Welche Qualitäten kann Opels kleiner Van noch in die Waagschale werfen? In der zum Test angetretenen Dieselversion mit 1,7 Litern Hubraum fielen zuerst der sehr raue Lauf des Motors, die schwer dosierbare Kupplung und das knochige Getriebe auf. Ein modernes Familienauto, das sehr häufig von Fahrerinnen gesteuert wird, dürfte durchaus geschmeidiger funktionieren.
Hingegen genügt das Platzangebot den Ansprüchen einer Familie, wenn auch der Kofferraum wegen der geringen Ladelänge mit sperrigen Gütern wie einem Kinderwagen schnell überfordert ist. Trotz der praktischen Sitz-Klappmechanik namens Flex-Space können Innenraumarchitekten auf 4,29 Metern Länge eben keine Wunder vollbringen. Kein Wunder ist auch, dass sich Opel-Neulinge angesichts des Knöpfchenangebots auf der Mittelkonsole mit den unzähligen kryptischen Abkürzungen kurzzeitig überfordert fühlen. Doch auch hier gilt: Gewöhnung ist alles. Sind die wichtigsten Radiosender und Navigationsziele erst einmal gespeichert, klappts auch mit der Bedienung.
Mit dem Meriva ist Opel ein Auto gelungen, dessen technische Extravaganz kein Selbstzweck ist, sondern den Alltagsnutzen spürbar erhöht. Wenn jetzt noch der Antriebsstrang etwas geschliffener funktionieren würde und die Bedienung des Cockpits eingängiger wäre, dann blieben kaum Wünsche offen.
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