Verkehrswende Paris will Parken für SUVs deutlich verteuern

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Parken mit dem SUV soll in Paris für Besucher bald deutlich teurer werden: Bis zu 18 Euro pro Stunde sind geplant. In der Stadt sollen so weniger große und schwere Autos fahren.

Wer in Paris mit einem SUV parken will, soll künftig deutlich mehr dafür zahlen müssen.(Bild:  Renault)
Wer in Paris mit einem SUV parken will, soll künftig deutlich mehr dafür zahlen müssen.
(Bild: Renault)

Paris plant eine Verdreifachung der Parkgebühren für SUVs auf 18 Euro pro Stunde, will darüber aber die Bevölkerung abstimmen lassen. Seit zehn Jahren sei die private Pkw-Nutzung in Paris aufgrund der städtischen Verkehrspolitik rückläufig, teilte die Stadtverwaltung am Freitag (8. Dezember) mit. Gleichzeitig hätten Größe und Gewicht der Autos wegen des wachsenden Anteils von Stadtgeländewagen im Durchschnitt zugenommen. Diese sorgten für Umweltverschmutzung sowie Probleme bei der Sicherheit und der gerechten Aufteilung des öffentlichen Raums.

Mit dem Sondertarif für große Autos von 18 Euro pro Stunde im Zentrum und zwölf Euro in den Außenbezirken sollen die von ihnen verursachten Belästigungen begrenzt werden, teilte die Stadt mit. „Diese Abstimmung soll eine Botschaft an die Automobilhersteller sein. Ihr Profitstreben, das darin besteht, absichtlich immer größere, verbrauchsstärkere und teurere Fahrzeuge zu verkaufen, gefährdet den ökologischen Wandel.“ Mit der für den 4. Februar geplanten Abstimmung könne die Bevölkerung den öffentlichen Raum beruhigen und ein neues Gesellschaftsmodell unterstützen.

Sondertarif nur für Besucher

Den Sondertarif für SUV sollen ausschließlich Besucher zahlen. Einwohner der Hauptstadt sollen ebenso ausgenommen werden wie Handwerker und Pflegedienste. Greifen soll der Tarif für Verbrenner- und Hybridmodelle mit einem Gewicht ab 1,6 Tonnen und Elektromodelle ab zwei Tonnen Gewicht.

Die Abstimmung für die Einwohner der Hauptstadt findet ausschließlich als Präsenzwahl statt, eine Briefwahl oder eine Online-Stimmabgabe sind nicht vorgesehen. Nach dem gleichen Verfahren war im April über den Verleih von E-Scootern in Paris abgestimmt worden. Bei einer sehr schwachen Beteiligung stimmte eine Mehrheit für eine Verbannung der Leihroller, die seit September aus dem Stadtbild verschwunden sind.

Tempo 30 und mehr Radwege

Seit Jahren treiben Bürgermeisterin Anne Hidalgo und die rot-grüne Stadtregierung die Verkehrswende in Paris voran. Uferstraßen an der Seine wurden für Autos gesperrt und für Fußgänger zugänglich. Die Zahl der Radwege wächst, neue Grünflächen werden angelegt und im Stadtgebiet wurde fast überall Tempo 30 eingeführt.

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