China Market Insider Gewaltiger Plug-in-Hybrid-Boom in China – nur nicht für die deutsche Autoindustrie

Von Henrik Bork 5 min Lesedauer

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In Deutschland ist der Markt für Plug-in-Hybride implodiert. Für den chinesischen Markt hingegen werden über acht Millionen Einheiten pro Jahr vorhergesagt.

Bei einer Reichweite von weit über 100 km sind chinesische Plug-in-Hybride den Modellen deutscher Hersteller weit voraus. Im Bild: Wey Coffee mit 140 km elektrischer Reichweite.(Bild:  Autoren-Union Mobilität / Wey)
Bei einer Reichweite von weit über 100 km sind chinesische Plug-in-Hybride den Modellen deutscher Hersteller weit voraus. Im Bild: Wey Coffee mit 140 km elektrischer Reichweite.
(Bild: Autoren-Union Mobilität / Wey)

Und wieder findet die Party ohne die deutschen Autohersteller statt. Der Markt für Plug-in-Hybride in China explodiert, wird in diesem Jahr zum größten Wachstumstreiber für die New Energy Vehicle (NEV). Doch deutsche Hersteller von Audi über Mercedes bis BMW werden nicht von diesem Boom profitieren. Ihre Marktanteile bei den lukrativen Teilstromern schrumpfen gerade rapide. Es profitieren stattdessen chinesische Autobauer, allen voran BYD.

Plug-in-Hybride, auch unter der Abkürzung PHEV für „Plug-in Hybrid Electric Vehicles“ bekannt, sind in China sehr beliebt, weil sie das „beste aus zwei Welten“ miteinander vereinen. Sie haben eine Batterie, mit der sie günstig durch die Stadt surren können – und damit gleichzeitig in den Genuss staatlicher Subventionen kommen. Und sie haben einen Verbrennungsmotor, der bei Spritztouren aufs Land einspringt, wo es noch nicht genug Ladestationen gibt.