Zulieferer Preh ab sofort 100-prozentige Joyson-Tochter

Redakteur: Michael Ziegler

Nach Zustimmung der chinesischen Börsenaufsicht „China Security Regulartory Commission“ bringt die Joyson Investment Holding Co., Ltd, Ningbo (China), den deutschen Automobilzulieferer Preh gegen die Übertragung von 187 Millionen Aktien in die börsennotierte Liaoyuan Joyson Electronics ein.

Anbieter zum Thema

(Foto: Preh)

Die Gesellschaft ist an der Börse von Shanghai gelistet (SHA 600699). Parallel dazu hatte Joyson – wie geplant – seinen Gesellschafteranteil an der Preh GmbH von 74,9 auf 100 Prozent aufgestockt und hierzu die restlichen 25,1 Prozent von den bisherigen Mitgesellschaftern, der Deutschen Beteiligungs AG, Frankfurt a. M., den von ihr verwalteten Fonds („DBAG-Gruppe“) sowie vom Management, übernommen. Dessen ungeachtet bleibt das Preh-Management in unveränderter Zusammensetzung im Amt und ist weiterhin durch langfristige Verträge gebunden. Der Firmenname Preh bleibt ebenfalls erhalten.

Jeff Wang, Chairman und Gesellschafter von Joyson, erklärte anlässlich der Einbringung von Preh in die börsennotierte Joyson Electronics: „Die Zusammenarbeit mit Preh hat sich in den vergangenen eineinhalb Jahren derart positiv entwickelt, dass wir nun als global aufgestellter Automobilzulieferer mit chinesischen und deutschen Wurzeln eine interessante Börsenstory schreiben können.“

Dr. Michael Roesnick, Vorsitzender der Geschäftsführung der Preh GmbH, sagte: „Wir haben seit dem Einstieg von Joyson bewiesen, dass Preh mit Blick auf Produktqualität, Innovationskraft und Projektmanagement ein verlässlicher Partner für unsere Kunden geblieben ist. Mit vereinten Kräften werden wir uns neue Märkte erschließen und gemeinsam an Produktinnovationen und Fertigungslösungen arbeiten.“

Bekenntnis zu Preh und zum Standort Deutschland

Das Bekenntnis von Joyson zu Preh und zum deutschen Standort wird nicht zuletzt durch die Stärkung der Eigenkapitalquote von Preh auf über 40 Prozent sowie zwei Investitionsentscheidungen deutlich, die nach der Übernahme am Preh-Stammsitz in Bad Neustadt umgesetzt worden sind: Zum einen die Erweiterung und Modernisierung des Preh-Ausbildungszentrums im Jahr 2011, zum anderen die Einweihung einer neuen Fertigungshalle für den Produktbereich Preh Innovative Automation (PIA) 2012. Die Investitionen belaufen sich laut Unternehmensangaben auf einen Gesamtbetrag von über 2,5 Millionen Euro. Zusätzlich wurden Aufwendungen und Kapazitäten für Forschung und Entwicklung auch am deutschen Standort erhöht.

(ID:37313310)