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Echter Allradantrieb mittels eAxle
Die Elektrifizierung beziehungsweise Hybridisierung der Fuhrparks stellt die Industrie vor besondere Herausforderungen. Die Konzepte müssen echten Mehrwert bieten – bei gleichzeitig vertretbarem, technischem Aufwand. Auch hierfür hat GKN eine Technik im Portfolio, die es seit Kurzem zu kaufen gibt: Bei dem eAxle-Konzept, bestehend aus Elektromotor und Seitenwellen, wird die Hinterachse rein elektrisch angetrieben. Beim PSA-Konzern wird das System in Serie verbaut, etwa im Peugeot 3008 Hybrid4.
Sparpotenzial bis zu 30 Prozent
Diese laut GKN-Entwickler Jörg Trommer „einfache, flexible und kostengünstige Lösung“ bietet wie bei anderen Vollhybrid-Konzepten die Möglichkeit, rein elektrisch anzufahren und kurze Strecken zurückzulegen. Größere Batterien sollen im Verbund mit Plug-in-Konzepten künftig für höhere Reichweiten sorgen. Mit diesem Konzept lässt sich ein echter Allradantrieb darstellen, von dem die Wintereigenschaften des Fahrzeugs – wovon wir uns überzeugen konnten – deutlich profitieren. Das e-Axle-System erlaubt prinzipiell Allrad-, Hybrid- und reinen Elektrobetrieb mit bis zu 80 PS Leistung beziehungsweise 200 Nm Drehmoment. Bei höheren Geschwindigkeiten ist der Zusatzantrieb abschaltbar. Die GKN-Entwickler beziffern die Verbrauchseinsparung im Vergleich zum konventionellen Allradler mit bis zu 30 Prozent.
Größere Package-Freiheiten
Gleichzeitig entfällt die aufwendige Umkonstruktion des Basisfahrzeugs, mit Elektromotor im Vorderwagen oder Antriebstunnel. Die Package-Freiheiten sind weitaus größer als bei anderen Hybrid- oder Allradkonzepten. So verwundert es nicht, dass auch VW und Audi laut gut unterrichteter Kreise an ähnlichen Konzepten arbeiten. Die Nachfrage der Massen nach E-Mobilität hält sich in Grenzen. Die Industrie steigt jedoch in allen Segmenten ein. GKN arbeitet unter der Bezeichnung eTransmissions an Ein- und Zweiganggetrieben für Elektroautos, die für sehr hohe Drehmomente und Leistungen bis zu 300 kW/408 PS ausgelegt sind.
Das Übersetzungsverhältnis kann bei bis zu 14:1 liegen. Auch hier lassen sich mehrere Funktionen integrieren: beispielsweise eine elektrische Parkbremse oder Sperrdifferenzial-Funktionen. Wer geglaubt hat, die E-Mobilität bedeute für viele Zulieferer klassischer Bauteile das Aus, sieht sich eines Besseren belehrt. An den bisherigen Platzhirschen – GKN ist zu dieser Gruppe zu zählen – führt auch künftig kein Weg vorbei.
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