Gesellschaft Oliver Blume spricht auf Demo gegen Rechtsextremismus

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Volkswagen-Chef Oliver Blume hat bei einer Kundgebung gegen Rechtsextremismus in Wolfsburg gesprochen. Er verteidigte demokratische Werte – und rief dazu auf, sich für die Freiheit im Land einzusetzen.

VW- und Porsche-Chef Oliver Blume hat auf einer Kundgebung gegen Rechtsextremismus in Wolfsburg gesprochen.(Bild:  Matthias Leitzke)
VW- und Porsche-Chef Oliver Blume hat auf einer Kundgebung gegen Rechtsextremismus in Wolfsburg gesprochen.
(Bild: Matthias Leitzke)

In Wolfsburg sind am Sonntag tausende Menschen gegen Rechtsextremisten und für Demokratie auf die Straße gegangen. Bei der Kundgebung vor dem Rathaus warben auch Volkswagen-Konzernchef Oliver Blume und die Betriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo für Demokratie und Vielfalt – und stellten sich gegen Rassismus und Intoleranz.

„Demokratie und Freiheit sind keine Selbstverständlichkeit“, sagte Blume als einer der Hauptredner bei der von Volkswagen mitinitiierten Demonstration. „Es liegt an uns, diese Werte zu verteidigen.“ Gerade für Volkswagen als weltweit tätiges Unternehmen sei es wichtig, hier Stellung zu beziehen. „Der Volkswagen-Konzern zeigt Haltung. Und das weit über unsere Werkstore hinaus.“

Laut der Braunschweiger Zeitung sagte Blume: „Die Freiheit ist eines der größten Güter, das wir in Deutschland haben. Um uns für sie stark zu machen„, rief Oliver Blume auf, „müssen wir aufstehen und vor allem Menschen, denen derzeit die Orientierung fehlt, motivieren mitzumachen.“

VW-Betriebsratschefin Cavallo, selbst Tochter eines Zuwanderers aus Italien und in Wolfsburg geboren, warf der AfD ein rassistisches, frauenverachtendes und rückständiges Gesellschaftsbild vor. „Da wird mir übel! Das ist nicht nur ein schreckliches Gesellschaftsbild, sondern auch ein schreckliches Frauen- und Menschenbild!“ Wer solche Positionen vertrete, sei „als geistiger Brandstifter unterwegs“, fügte sie hinzu, „Sie wollen spalten und Hass säen. Das ist eine Gesellschaft, in der ich nicht leben möchte!“

Die Vorsitzende des VW-Betriebsrates, Daniela Cavallo: „Wir wissen, dass uns letztendlich nur genügend Vielfalt in jeglicher Hinsicht voranbringt.“(Bild:  Matthias Leitzke)
Die Vorsitzende des VW-Betriebsrates, Daniela Cavallo: „Wir wissen, dass uns letztendlich nur genügend Vielfalt in jeglicher Hinsicht voranbringt.“
(Bild: Matthias Leitzke)

Mit Blick auf Volkswagen sagte Cavallo laut des Norddeutschen Rundfunks unter anderem: „Wir haben nicht nur Respekt vor allem was anders ist, sondern wir wissen, dass uns letztendlich nur genügend Vielfalt in jeglicher Hinsicht voranbringt.“

Sportler und Politiker fordern Zusammenhalt

Außerdem sprachen zwei Fußball-Profis des VfL Wolfsburg bei der Kundgebung. „Es ist wichtig, dass wir für die Demokratie einstehen und kein Stück weiter nach rechts rücken“, sagte Bundesliga-Kicker Yannick Gerhardt. Nationalspielerin Marina Hegering sagte, ihr sei wichtig „zu zeigen, dass Demokratie wichtig ist für uns und dass wir gemeinsam dafür einstehen“.

Nach Schätzung von Polizei und Veranstaltern kamen rund 6.000 bis 7.000 Menschen zu der Kundgebung „Für Demokratie und Zusammenhalt“ in der Wolfsburger Innenstadt. Aufgerufen hatte das Bündnis „Schulterschluss der Wolfsburger Demokraten“. Ihm gehören Gewerkschaften, Kirchen, die Parteien CDU, SPD, FDP und Grüne an, außerdem der VfL Wolfsburg, Volkswagen und dessen Betriebsrat.

Wolfsburgs Oberbürgermeister Dennis Weilmann (CDU) bezeichnete den Rechtspopulismus als „ernsthafte Gefahr für unsere gesamte Gesellschaft“. Daher sei es wichtig, „dass wir als Demokraten zusammenstehen“.

Volkswagen prüft Zukunft des Werkes Xinjiang

Das Thema Menschenrechte beschäftigt Volkswagen auch in China. Uiguren, Angehörige anderer Minderheiten und Menschenrechtsorganisationen berichten seit Jahren, dass Hunderttausende Menschen in Xinjiang gegen ihren Willen in Umerziehungslager gesteckt, zum Teil gefoltert und zu Zwangsarbeit gezwungen würden. Die chinesische Regierung bestreitet diese Vorwürfe.

Volkswagen prüft nach Angaben der Deutsche Presse Agentur eine Neuordnung seiner Aktivitäten in der Region. Konkret geht es dabei um das Joint Venture Saic-Volkswagen.

Mit Material von dpa

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