E-Mobilität
Ein Jahr „Ampere“: Renault zieht Bilanz

Von Daniel Killy/SP-X 4 min Lesedauer

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Für Renault schlägt Europas elektrisches Herz im Norden Frankreichs. Ein Jahr nach dem Start des Projekts Ampere zieht der Autohersteller eine erste Bilanz.

Der elektrische Renault 5 bei der Endkontrolle(Bild:  Daniel Killy/SP-X)
Der elektrische Renault 5 bei der Endkontrolle
(Bild: Daniel Killy/SP-X)

Gegen China ist auf dem Markt von E-Autos nichts zu holen, deshalb geht es nur mit China. Das ist, kurzgefasst, die Strategie von Renaults Elektro-Sparte Ampere. Philippe Brunet ist als Senior Vice President Powertrain und EV Engineering zuständig für die Antriebsstränge und die technische Entwicklung der E-Sparte bei Renault. Er und andere Manager bei Renault sind wild entschlossen, einen europäischen Gegenpart zu der übermächtigen chinesischen Elektro-Phalanx zu schaffen.

Dafür gründeten sie vor einem Jahr Ampere. An vier Standorten, drei davon dicht beieinander im Départmement Pas-de-Calais in Douai, Maubeuge und Ruitz sowie in Cléon in der Normandie wächst das Projekt Electri-City zusammen. 11.000 Beschäftigte, die überwiegende Zahl in Douai, arbeiten daran, das so trotzige wie ambitionierte Ziel von Renault-Boss Luca de Meo und seinem Team zu erreichen. „Die eigentliche Frage ist doch, ob wir in der Lage sind, die europäische Industrie gegenüber den Chinesen wettbewerbsfähig zu machen“, sagte de Meo in Douai. Und fügte hinzu „Wir versuchen es immerhin.“