Kleinwagen Neuer Renault Clio: Nachhaltig und immer mit Verbrenner

Von Guido Borck/Ampnet 3 min Lesedauer

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Renault hat den neuen Clio vorgestellt. Einige Komponenten stammen aus den elektrischen R4 und R5. Einen rein elektrischen Clio gibt es aber nicht.

Renault via Autoren-Union Mobilität(Bild:  Renault Clio)
Renault via Autoren-Union Mobilität
(Bild: Renault Clio)

Renault hat einen neuen Clio vorgestellt. Optisch wirkt das Modell jetzt wesentlich charismatischer. Die breitere und verlängerte Frontpartie trägt schärfer gezeichnete Scheinwerfer, der üppig dimensionierte Kühlergrill ist mit etlichen Rhomben verziert und das Tagfahrlicht übernimmt ebenfalls den Look des Renault-Logos. Hinten prägen geteilte Rückleuchten und eine stark geneigte Heckscheibe den Auftritt. Rundum herrscht ein Wechselspiel aus konvexen und konkaven Flächen, während die bewährte Grundform des Fünftürers erhalten bleibt.

Der Clio ist und bleibt ein Auto für die Stadt. Seinem Vorgänger gegenüber ist er nur leicht gewachsen. Er ist mit 4,12 Metern knapp einen Zentimeter länger geworden. Die Spur wurde um 40 Millimeter verbreitert und der Radstand um acht Millimeter auf insgesamt 2,6 Meter gestreckt. Somit bleibt er weiterhin schön, kompakt und wendig und findet im Großstadtdschungel schneller einen geeigneten Parkplatz.

Vernetzung und Ablagen

Im Innenraum übernimmt der Clio die digitalen Kombiinstrumente aus den elektrischen Modellen Renault 4 und 5. Der Bildschirm des Open-R-Link-Multimediasystems ist dem Fahrer zugeneigt. Das System arbeitet mit Google-Integration, beispielsweise für die Navigation. Es gibt viele Ablagemöglichkeiten, dazu zählt eine Box auf der Mittelkonsole, deren Inhalt ein faltbarer Deckel vor Blicken schützt, ähnlich einer iPad-Hülle. Apropos geschützt: Hinzu kommen bis zu 29 Fahrassistenzsysteme, die teils serienmäßig und teils optional sind.

Das Platzangebot ist gut und die Kopffreiheit im Fond liegt auf dem Niveau des letzten Clio, sodass Personen um die 1,85 Meter Größe noch einigermaßen Luft über dem Kopf haben. Groß bleibt weiterhin der Kofferraum, der 391 Liter fasst. Die niedrige Ladekante ist rückenfreundlich, da sie um vier Zentimeter gesenkt wurde.

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Viele nachhaltige Komponenten

Die Polster der neu gestalteten Sitze bestehen zu einem großen Teil aus recycelten Materialien. Sie waren bei der ersten Sitzprobe bequem. In der Version „Esprit Alpine“ besteht der Clio zu mehr als einem Drittel aus umweltfreundlichen Materialien. Der Vollhybrid Esprit Alpine ist insgesamt zu über 85 Prozent recyclingfähig und ausgestattet mit 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, deren Aluminium zu mindestens der Hälfte aus recyceltem Material besteht. Das Armaturenbrett enthält mindestens zur Hälfte recyceltes Polypropylen, die Mittelkonsole zu 39 Prozent, und die Stoßfänger werden vollständig aus recyceltem Kunststoff gefertigt.

Für den Antrieb nutzt Renault einen Benziner und einen Vollhybriden. Wer ein E-Modell sucht, muss auf den R4 oder R5 umschwenken. Den Einstieg bildet der Ein-Liter-Dreizylinder mit 115 PS (85 kW), der den bisherigen Basismotor mit 67 PS ablöst. Auch der Full-Hybrid E-Tech hat mehr Leistung. Die Topmotorisierung des Vollhybriden leistet 160 PS (118 kW) statt bisher 145 PS.

Kein Gasmodell in Deutschland

Der überarbeitete Full-Hybrid E-Tech soll – wie bei seinem Vorgänger – in der Stadt bis zu 80 Prozent rein elektrisch fahren. Den kombinierten Verbrauch beziffert Renault auf durchschnittlich 3,9 Liter. Dabei liegt der CO2-Wert mit 89 Gramm pro Kilometer auf einem erfreulich niedrigen Niveau. Die dritte Motorvariante für den Clio, eine 120 PS (88 kW) starke Benziner-LPG-Version, wird dagegen nicht in Deutschland eingeführt, da die Nachfrage nach flüssiggasbetriebenen Fahrzeugen zu gering sei.

Erfreulich: Der Clio soll nicht teurer werden. Zum Marktstart gegen Ende des Jahres wird der Einstiegspreis bei rund 20.000 Euro liegen. Damit bewegt er sich auf dem Niveau des Vorgängermodells, das jedoch deutlich weniger Leistung und eine geringere Ausstattung hat. Seit der Markteinführung des ersten Modells im Jahr 1990 hat Renault weltweit fast 17 Millionen Fahrzeuge in 120 Ländern verkauft.

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