Emissionen Saarstahl schließt Vertrag über Wasserstoff-Lieferung

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

Saarstahl hat sich eine langfristige Lieferung von grünem Wasserstoff gesichert. Das Unternehmen stellt unter anderem Komponenten für E-Motoren und für Radaufhängungen her.

Saarstahl will ab 2029 seine Elektrolichtbogenöfen in Dillingen und Völklingen mit grünem Wasserstoff betreiben.(Bild:  Saarstahl)
Saarstahl will ab 2029 seine Elektrolichtbogenöfen in Dillingen und Völklingen mit grünem Wasserstoff betreiben.
(Bild: Saarstahl)

Die Stahl-Holding-Saar-Gruppe hat einen langfristigen Vertrag abgeschlossen über die jährliche Lieferung und Abnahme von mindestens 6.000 Tonnen grünem Wasserstoff – ab dem Jahr 2029 für zehn Jahre. Lieferant ist das französische Unternehmen Verso Energy. Der Vertrag beinhaltet die Beteiligungen Dillinger, Saarstahl und Rogesa. Rogesa hatte im März 2024 das geschlossene Ausschreibungsverfahren zur Beschaffung von regional produziertem grünem Wasserstoff gestartet.

Verso Energy wird so genannten „Renewable Fuels of Non-Biological Origin“-zertifizierten Wasserstoff liefern. Die Zertifizierung garantiert, dass der Wasserstoff mit Grünstrom produziert worden ist. Verso Energy will den Wasserstoff im französischen  Carling produzieren. Für mehr als 100 Millionen Euro baut Verso dafür am Standort einen Elektrolyseur. Den Wasserstoff speist Verso Energy in das Leitungsnetz „moselle-saar-hydrogen-conversion“ ein – von wo aus das Gas zum Standort Dillingen gelangt. Die dortigen Hüttenwerke produzieren damit CO2-reduzierten Stahl. Im Endausbau will die SHS-Gruppe jährlich bis zu 120.000 Tonnen Wasserstoff einsetzen.

Dafür verwendet Saar-Stahl den Wasserstoff

Die Stahl-Holding-Saar-Gruppe, SHS-Gruppe, will mit dem Wasserstoff eine Direktreduktionsanlage und einen Elektrolichtbogenofen am Standort Dillingen betreiben; außerdem einen Elektrolichtbogenofen in Völklingen. So will SHS seine CO2-Emissionen bis Anfang der 30er Jahre um bis zu 55 Prozent senken.
Das Unternehmen stellt jährlich mehr als eine Millionen Tonnen Stahl für die Automobilindustrie her. Die Walz- und Stabstähle von Saarstahl nutzen Automobil-Unternehmen unter anderem in Motor- und Getriebekomponenten, Wellen für Elektromotoren, Reifen, Federn, Verbindungselementen, Kraftstoffeinspritzsystemen oder Komponenten für Radaufhängungen.

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