Zulieferer Saudi-Arabischer E-Autohersteller erweitert Lieferkette

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Der saudi-arabische E-Auto-Hersteller CEER hat seine Lieferkette um mehrere Zulieferer erweitert. Dabei sind zwei europäische Unternehmen.

Der saudische E-Autohersteller CEER erweitert sein Lieferentennetzwerk. Im Bild: Mate Rimac, Chef von Rimac Technology (l.), und James DeLuca, Chef von Ceer Motors, bei einer früheren Vertragsunterzeichnung Ende 2024.(Bild:  Rimac)
Der saudische E-Autohersteller CEER erweitert sein Lieferentennetzwerk. Im Bild: Mate Rimac, Chef von Rimac Technology (l.), und James DeLuca, Chef von Ceer Motors, bei einer früheren Vertragsunterzeichnung Ende 2024.
(Bild: Rimac)

Der saudi-arabische Elektroautohersteller CEER hat seine Lieferkette erweitert. Das Automobilunternehmen unterzeichnete demnach 16 Handelsverträge im Wert von über 3,7 Milliarden Saudi-Riyal, SAR, rund 835 Millionen Euro.

Bis zum Jahr 2034 will CEER 45 Prozent der Fahrzeugmaterialien und -komponenten von saudischen Unternehmen beziehen. Außerdem soll eine Lieferkette entstehen für sieben geplante Modelle des Autoherstellers in den nächsten fünf Jahren.

„Unser Ansatz geht über die reine Montage hinaus: Wir nutzen lokale Rohstoffe und befähigen saudische Unternehmen, sich zu globalen Zulieferern zu entwickeln. Damit leisten wir einen direkten Beitrag zur Mission der Vision 2030, die nationale Automobilindustrie zu diversifizieren und nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu fördern“, kommentierte CEER-Chef James DeLuca.

„Aufbau eines automobilen Ökosystems in Saudi Arabien“

CEER will so langfristig Geschäfte für den lokalen Markt sichern. In der „Vision 2030“ genannten Strategie des Landes geht es auch um die Diversifizierung der Wirtschaft über die Ölindustrie hinaus. „Diese Vereinbarungen stellen einen wichtigen Schritt beim Aufbau eines umfassenden automobilen Ökosystems im Königreich dar“, sagte DeLuca.

„Durch die Verwendung lokaler Materialien und Ressourcen, die Gewinnung fortschrittlicher Technologien und ausländischer Investitionen sowie die Lokalisierung der Produktion schwerer und arbeitsintensiver Komponenten wollen wir die CO2-Emissionen reduzieren und sinnvolle Arbeitsplätze für saudische Staatsangehörige schaffen.“

Mit diesen Zulieferern arbeitet CEER künftig zusammen

Zu den neuen Zulieferern für CEER gehören:

  • Abdul Latif Jameel für Scheibenwaschflüssigkeit, Kühlmittel für Elektrofahrzeuge und Gabelstapler
  • Zamil Trade & Services und Zamil Plastics für Bremsflüssigkeiten und aerodynamische Zugangsabdeckungen
  • FPI für Frontmodule
  • NSSPC für PP-Harz und Polymerverbindungen
  • MK Tron für die Produktion von Kleinstanzteilen für das D-Segment
  • Sika für chemische Komponenten, darunter Hohlraumleitbleche und Strukturklebstoffe
  • XYG für Verglasungen
  • Mino für die Lieferung und Installation von Infrastruktur für Stahlkarosseriewerke
  • FEV und AVL für spezialisierte Ingenieurdienstleistungen

Absichtserklärungen unterschrieben Vertreter von CEER und den Unternehmen KK Nag für expandiertes Polypropylen und AITS für die Lokalisierung der Produktion von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen – beide in Zusammenarbeit mit der APICO Balubaid Group, HCMF und MK Tron zur lokalen Versorgung mit Fensterhebern und Türscharnieren.

FEV und AVL in Saudi Arabien

FEV unterhält seit Dezember 2024 ein Büro in der saudischen Hauptstadt Riad. Hier geht es vor allem darum, Fachkräfte zu fördern und Partnerschaften aufzubauen. AVL hat im Dezember 2025 seinen ersten Standort im Nahen Osten eröffnet. Fokus: Automotive. Daneben sieht AVL Möglichkeiten bei grüner Energie, darunter Wasserstoff, E-Fuels, Elektrolyse und Brennstoffzellen; außerdem in den Branchen Rail und Aviation. Weitere Partnerschaften von CEER bestehen bereits mit Foxconn, BMW und Rimac.

CEER wird bis zum Jahr 2034 laut eigener Angaben voraussichtlich über 30 Milliarden SAR zum saudischen Bruttoinlandsprodukt beitragen, das sind rund 6,75 Milliarden Euro. Rund 30.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze sollen entstehen.

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