Zulieferer Schaeffler und Vitesco: Abstimmung über Fusion im April

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

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Schaeffler will Vitesco übernehmen. Nach Aktienkäufen in den vergangenen Monaten folgte jetzt ein weiterer wichtiger Schritt.

Schaeffler will den Zulieferer Vitesco übernehmen. Im Bild: Blick in die Fertigung von Bipolarplatten in Herzogenaurach.(Bild:  Daniel Karmann)
Schaeffler will den Zulieferer Vitesco übernehmen. Im Bild: Blick in die Fertigung von Bipolarplatten in Herzogenaurach.
(Bild: Daniel Karmann)

Schaeffler ist wieder einen Schritt weiter auf dem Weg zur Fusion mit Vitesco. Am Freitag (2. Februar) stimmten die Aktionäre des Zulieferers zu, bislang nicht-stimmberechtigte Vorzugsaktien in Stammaktien mit vollem Stimmrecht umzuwandeln. Dazu fand eine außerordentliche Hauptversammlung statt.

Als nächstes müssen die Hauptversammlungen beider Unternehmen der Fusion zustimmen. Das soll bei Vitesco und Schaeffler jeweils am 24. und 25. April erfolgen. Laut Schaeffler soll die Transaktion im vierten Quartal vollzogen werden.

„Wir bleiben weiterhin ein Familienunternehmen“

Bisher hält die Unternehmerfamilie von Georg Schaeffler und seiner Mutter Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann alle Stammaktien. Die 82-Jährige hat sich inzwischen aus Altersgründen aus dem operativen Unternehmensgeschehen zurückgezogen. Die Familie Schaeffler gibt damit zugunsten der Fusion mit Vitesco ein Privileg auf.

„Wir bleiben weiterhin ein Familienunternehmen“, sagte Georg Schaeffler auf der außerordentlichen Hauptversammlung am Freitag laut dpa. Die Familie Schaeffler soll am fusionierten Unternehmen 70 Prozent der Aktien halten, 30 Prozent sollen in Streubesitz kommen.

Schaeffler hatte im Dezember 2023 mitgeteilt, 30 Prozent der Aktien von Vitesco gekauft zu haben. Zuvor hatte das Unternehmen schon etwa 50 Prozent gehalten; im Januar folgten weitere neun Prozent. Ursprünglich hatte Schaeffler 91 Euro je Vitesco-Aktie geboten – nach dem Protest von Vitesco-Seite das Angebot aber auf 94 Euro erhöht.

Vitesco seit 2019 selbstständig

Vitesco ist die ehemalige Sparte „Powertrain“ von Continental. Das Unternehmen ist seit Anfang 2019 selbständig und verfügt über 50 Standorte weltweit. Das Portfolio umfasst Produkte für die 48-Volt-Elektrifizierung, Elektromotoren und Leistungselektronik für Hybride und rein batterieelektrische Fahrzeuge.

Andreas Wolf leitet das Unternehmen. Er hatte bereits seit Oktober 2018 die Leitung der Conit-Sparte Powertrain inne. Ihm zur Seite stehen Finanzchef Werner Volz und Personalchef Ingo Holstein. Alle drei waren zuvor lange bei Continental in Führungspositionen tätig.

Mit Material von dpa

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