Effiziente Automation Sechsachs-Roboter in der Fertigung von Lenkkonsolen
Wie effizient Automation heute sein kann, zeigt eine Anlage zur Bearbeitung von Lenkkonsolen. Letztere findet direkt auf den Werkstückträgern statt. Mit diesem Konzept und dem Einsatz eines schnellen Sechsachs-Roboters lassen sich die Taktzeiten deutlich verkürzen.
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Der Jungunternehmer Walter Schaffhauser, Geschäftsführer der Automations Robotic GmbH, konnte auf eine langjährige Erfahrung in der Automatisierungsbranche zurückblicken, als er vor rund zwei Jahren sein eigenes Unternehmen gründete. Heute ist es für den Systemintegrator aus dem niederbayerischen Massing selbstverständlich, komplexe Automatisierungsanlagen zu konzeptionieren und zu realisieren. „Man muss einfach überzeugende Lösungen präsentieren, will man mit einem jungen Zwölf-Mann-Unternehmen an anspruchsvolle Aufträge in der Automobilindustrie kommen“, bilanziert Walter Schaffhauser.
Die Anlage für die Bearbeitung der Lenkkonsolen, die gerade in Massing auf die Endabnahme durch den Kunden wartet, ist ein Musterbeispiel dafür, wie sich eine Standardaufgabe neu umsetzen lässt. Die eigentliche Aufgabe ist schnell erklärt: An Lenkkonsolen aus hochwertigem Aluminium-Druckguss sollten vier Gewinde zu formen sowie Entgrat- und Polierarbeiten durchzuführen zu sein.
An einer von drei möglichen Varianten galt es zudem, eine Bohrung anzubringen. „Das hört sich einfach an und wäre prinzipiell auch einfach umzusetzen. Doch es wird dann zur Herausforderung, wenn höchste Anforderungen des Kunden hinsichtlich Taktzeiten, Verfügbarkeit, Platzbedarf und Wartungsfreundlichkeit konventionelle Standardlösungen ad absurdum führen“, erläutert Schaffhauser. Auf den ersten Blick sieht die Anlage relativ konventionell aus. Über ein Längstransfersystem sind die einzelnen Stationen verkettet. Die Werkstückträger werden platzsparend auf zwei parallel verlaufenden Spuren wieder zurück zur Ausgangsposition geführt.
Erst als der Probebetrieb der Anlage startete, offenbarten sich die Details. An den Stationen zwei und drei steht das Formen von vier Gewinden auf dem Programm. Das Besondere dabei: Die Schraubstationen sind über dem Transfersystem platziert. Die Bearbeitung der Aluminium-Druckguss-Konsolen findet direkt auf dem Werkstückträger statt. Diese Lösung bietet enorme Vorteile, wie Schaffhauser erklärt: „Dadurch entfällt das Handling zu den Bearbeitungsstationen und zurück. Somit können wir die sehr sportlichen Taktzeitvorgaben von rund zwölf Sekunden erfüllen. Außerdem führt die kompakte Bauweise zu erheblichen Platzeinsparungen.“
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