Automatisiertes Fahren Einheitlicher Standard für mehr Sicherheit

Aktualisiert am 23.11.2023 Quelle: sp-x 1 min Lesedauer

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Hersteller von automatisiert fahrenden Autos müssen deren sicheren Betrieb nachweisen können. Ein neuer Standard soll das künftig branchenweit vereinheitlichen.

Erstmals haben Unternehmen ein einheitliches Modell für alle Autohersteller entwickelt, um Fahrsituationen und das Verhalten automatisiert fahrender Fahrzeuge in allen Situationen beurteilen und bewerten zu können. (Bild:  Bosch)
Erstmals haben Unternehmen ein einheitliches Modell für alle Autohersteller entwickelt, um Fahrsituationen und das Verhalten automatisiert fahrender Fahrzeuge in allen Situationen beurteilen und bewerten zu können.
(Bild: Bosch)

Um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen, muss automatisiertes Fahren auch in Ausnahmesituationen reibungslos funktionieren. Ein Industrie-Konsortium hat im „Verbundprojekt Verifikations- und Validierungsmethoden“ (VVM) Modell erarbeitet, das aus verschiedenen Verfahren, Methoden und Werkzeugen besteht. So könne mittels einer sogenannten Sicherheitsargumentation, der Nachweis erbracht werden, dass das System im urbanen Raum sicher nutzbar ist.

Für die methodische Ausgestaltung dieses Modells haben die Partner in mehreren Teilprojekten zusammengearbeitet. Branchenweit angewendet, würde das definierte Modell die Grundlage schaffen, die Sicherheit in automatisierten Fahrzeugen nachzuweisen. „Allen Automobilherstellern stehen erstmals dieselben Strukturen bei der Verifikation und Validierung automatisierter Fahrsysteme im städtischen Umfeld zur Verfügung“, erklärt Helmut Schittenhelm, Projektkoordinator von Mercedes-Benz.

21 Unternehmen an Entwicklung beteiligt

„Damit das Fahrzeug in Zukunft auch höchst seltene Szenarien beherrscht, braucht es nachvollziehbare Strukturen und Prozesse, die den sicheren Betrieb eines Systems in Ausnahmesituationen nicht nur ermöglichen, sondern das sichere Manövrieren auch nachweisen können“, erläutert Roland Galbas von Bosch die Anforderungen an die Branche. Neben dem Stuttgarter Zulieferer sind 20 weitere Unternehmen aus der Branche an dem Projekt beteiligt:

  • Audi
  • AVL Deutschland
  • BMW
  • Bundesanstalt für Straßenwesen
  • Continental Teves
  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
  • Dspace
  • Ford
  • Forschungszentrum Informatik
  • Fraunhofer
  • Mercedes-Benz
  • Opel
  • Prostep
  • RWTH Aachen (Institut IKA)
  • TU Braunschweig
  • TU Darmstadt
  • Tüv Süd
  • Valeo
  • Volkswagen
  • ZF

Industrie-Standard als Ziel

Die Partner haben gemeinsam weltweit erstmalig ein einheitliches Modell für alle Autohersteller entwickelt, um Fahrsituationen und das Verhalten der Technik in allen Situationen beurteilen und bewerten zu können. Langfristig soll daraus nach behördlicher Zustimmung ein industrieweiter Standard werden.

Zunächst würden einige Elemente nun firmenspezifisch von den Partnern umgesetzt, beschreibt eine Sprecherin des VVM-Projekts die nächsten Schritte. Es gebe allerdings noch offene Forschungsfragen. Aufbauend auf die Ergebnisse des Pegasus-Projekts seien weitere Nachfolgeprojekte angedacht.

Offis wurde ursprünglich als Projektpartner gelistet. Laut einer Sprecherin des VVM-Projekts hat das DLR die Aufgaben übernommen.

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