TRW Start für neues Fußgängerschutzsystem
Der Automobilzulieferer TRW bringt die zweite Generation seines Fußgängerschutzsystems (Pedestrian Protection System – PPS) auf den Markt. Dieses verfügt im Vergleich zur Vorgängergeneration über mehr Sensoren und soll die Kollision mit einem Fußgänger besser erkennen können.
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TRW verwendet Satelliten-Drucksensoren, die in einem flexiblen Druckschlauch im vorderen Stoßfänger platziert sind. In Kombination mit den bis zu drei Satelliten-Beschleunigungssensoren kann das System einen möglichen Fußgängeraufprall erkennen und darüber hinaus lokalisieren, auf welcher Seite des Fahrzeugs sich der Fußgänger befindet. Ist eine Kollision unausweichlich, hebt das System automatisch die Motorhaube an, um das Verletzungsrisiko für den Fußgänger zu minimieren. Außerdem unterstützt TRW die Fahrzeughersteller mit diesem System darin, auch zukünftig 5-Sterne-Bewertungen im Euro NCAP-Rating zu erzielen, denn Fußgängerschutz entspricht dort 20 Prozent der Fahrzeuggesamtwertung. TRW geht davon aus, dass die neue PPS-Generation 2016 serienreif sein wird.
Die Zahl der Fußgängerunfälle steigt
„In den Industriestaaten ist die Anzahl von Verletzten oder Toten im Straßenverkehr gesunken. Jedoch steigt der Anteil der Fußgängerunfälle mit Todesfolge weltweit weiter an“, sagte Peter Lake, Executive Vice President für Sales und Business Development bei TRW. „Fußgänger machen einen zunehmend größeren Anteil an den gesamten Verkehrstoten aus. Schätzungsweise 35 Prozent der weltweiten Verkehrstoten sind Fußgänger und Verkehrsteilnehmer außerhalb eines Fahrzeugs. Daher möchten wir bei TRW Fußgänger mit unserer neuen PPS-Generation bei Unfällen besser vor Verletzungen schützen.“
Für sein Fußgängerschutzsystem verwendet TRW entweder ein Steuergerät (ECU) oder integriert das System in ein bestehendes Airbag-Steuergerät. Die im Falle einer erkannten Kollision mit einem Fußgänger angehobene Motorhaube schafft Deformationsraum und bewirkt, dass die Energie, die beim Auftreffen des Fußgängers auf das Fahrzeug entsteht, langsamer abgebaut wird. Damit wird gerade der Kopfbereich des aufprallenden Fußgängers besser geschützt – die häufigste und schwerwiegendste Verletzungs- und Todesursache. Die erste Generation seines Fußgängerschutzsystems hat TRW seit 2009 bei Porsche in Serie und ist ebenfalls bei Chrysler in der Serienproduktion.
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