E-Mobilität Stellantis kauft sich bei China-Autobauer Leapmotor ein

Von Andreas Wehner 2 min Lesedauer

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Stellantis übernimmt für 1,5 Milliarden Euro 20 Prozent an dem chinesischen E-Auto-Hersteller Leapmotor. Die Zusammenarbeit betrifft auch den Vertrieb von Leapmotor in Europa. Der soll schon bald starten.

Leapmotor verkauft in Frankreich bereits den T03. Allerdings sind die Stückzahlen niedrig. Die Chinesen sehen das Engagement dort als Pilotprojekt.(Bild:  Wehner – VCG)
Leapmotor verkauft in Frankreich bereits den T03. Allerdings sind die Stückzahlen niedrig. Die Chinesen sehen das Engagement dort als Pilotprojekt.
(Bild: Wehner – VCG)

Stellantis übernimmt rund 20 Prozent am chinesischen Elektroauto-Hersteller Leapmotor. Der Konzern investiere 1,5 Milliarden Euro in die Beteiligung, teilte Stellantis am Donnerstag mit.

Gleichzeitig wollen die beiden Unternehmen ein Joint-Venture gründen, das künftig exklusiv den Export und Vertrieb sowie die Herstellung von Leapmotor-Modellen außerhalb Chinas übernehmen soll. In diesem Gemeinschaftsunternehmen, das Leapmotor International heißen soll, übernimmt Stellantis mit 51 Prozent der Anteile die Führung und stellt den CEO. Der Konzern erhält außerdem zwei Sitze im Board of Directors von Leapmotor.

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Die globale Präsenz von Stellantis solle dazu dienen, den internationalen Absatz der Marke Leapmotor zunächst vor allem in Europa zu beschleunigen. Gleichzeitig soll Leapmotor Stellantis dabei helfen, seine Ziele im Hinblick auf die Elektrifizierung der Modellpalette zu erreichen.

Die ersten Leapmotor-Modelle sollen in der zweiten Jahreshälfte 2024 ausgeliefert werden. Leapmotor hatte im September auf der IAA Mobility in München angekündigt, ab 2024 jedes Jahr ein neues Modell nach Europa zu bringen. Derzeit testen die Chinesen den Vertrieb in Europa mit einem Pilotprojekt in Frankreich, wo der Elektro-Kleinwagen T03 verkauft wird.

In München stellten die Chinesen außerdem mit dem SUV C10 ein SUV vor, das zum ersten Volumenmodell werden dürfte. Der C10 nutzt die jüngste Fahrzeugarchitektur des erst 2015 gegründeten Herstellers namens Leap 3.0. Sie zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass die Batterie dank Cell-to-Chassis-Technologie direkt in die Karosserie des Fahrzeugs integriert ist. Möglich sind sowohl Hinterrad- als auch Allradantriebe mit einer Leistungsspanne von 170 bis 250 kW. Dank 800-Volt-Technologie sollen die Ladezeiten niedrig sein.

Damit ist Leapmotor technologisch auf der Höhe der Zeit. Stellantis dagegen hat in Sachen Elektromobilität deutlichen Nachholbedarf. Stellantis-Chef Carlos Tacares sprach dann auch von einem „weißen Fleck im Geschäftsmodell“, den man durch die Zusammenarbeit mit Leapmotor beseitigen wolle.

Leapmotor konzentriert sich derzeit vor allem auf die höheren Marktsegmente, will aber in den nächsten drei Jahren seine Angebotspalette ausbauen und vom A- bis zum E-Segment alle Fahrzeuggrößen abdecken. Der Autobauer lieferte 2022 in China 111.000 Einheiten aus.

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