Transporter Streetscooter-Rückkäufer ist pleite

Von Yvonne Simon 1 min Lesedauer

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Der Streetscooter-Besitzer, die Evolution GmbH von Günther Schuh, muss Insolvenz anmelden. Bereits zuvor hatte es Berichte über eine Verlagerung der Produktion nach Thailand gegeben.

Die Zukunft des einst als Streetscooter bekannten Elektro-Transporters ist ungewiss.(Bild:  Evolution GmbH)
Die Zukunft des einst als Streetscooter bekannten Elektro-Transporters ist ungewiss.
(Bild: Evolution GmbH)

Das Streetscooter-Projekt kommt nicht zurück auf die Füße. Die Evolution GmbH des RWTH-Professors Günther Schuh hat einen Antrag auf die Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens gestellt, wie das Unternehmen am Freitag (15.11.) bekanntgab.

Schuh hatte die Rechte an der Streetscooter-Produktion Anfang des Jahres 2024 zurückgekauft, nachdem der vorherige Besitzer B-On ebenfalls in finanzielle Schieflage geraten war. Der Professor hatte das Streetscooter-Projekt 2010 mit seinem Kollegen Achim Kampker an der RWTH Aachen gegründet, ehe es die Deutsche Post 2014 übernahm.

Weiterführung des Unternehmens geplant

Als Grund für die jetzige Insolvenz nennt die Pressemitteilung hohe Investitionsanforderungen, einen starken Wettbewerb und wegfallende Auftragsoptionen. Die Sicherung der Löhne und Gehälter für die Mitarbeiter sei „über das Insolvenzgeld beabsichtigt“. Ziel sei eine Neuausrichtung und Restrukturierung. Insolvenzverwalter Mark Boddenberg sagt: „Wir werden alles daransetzen, die Zahlungsfähigkeit der Evolution GmbH wiederherzustellen.“ Man wolle einen Insolvenzplan erstellen, „den wir mit der gebotenen Zügigkeit in den nächsten Schritten entwickeln werden“.

Geschäftsführer und Streetscooter-Gründer Schuh nennt das Insolvenzverfahren unumgänglich. „Wir sind betrübt, dass die Pläne für unsere zukunftsgerichtete und nachhaltige Mobilitätslösung durch die vorherrschenden äußeren Gegebenheiten so stark gehemmt werden.“ Er wolle sich während des Insolvenzprozesses „im möglichen Umfang dafür einsetzen, die Produktion der elektrischen Zustellfahrzeuge gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter Anleitung des vorläufigen Insolvenzverwalters fortführungsfähig zu machen.“

Medien: Produktion von Düren nach Thailand

Bereits in den vergangenen Tagen gab es negative Vorzeichen. Unter anderem der WDR und die Aachener Zeitung berichteten darüber, dass die Evolution GmbH den Standort Düren aufgeben müsse und die Produktion nach Thailand verlagert werden soll.

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