Nach Brandanschlag Teslas Gigafactory hat wieder Strom

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die Schäden durch den Brandanschlag auf das Stromnetz zur Tesla-Fabrik in Grünheide sind behoben. Nun fährt der Autobauer die Produktion schrittweise hoch. Gleichzeitig droht im Umfeld neuer Ärger.

Die Tesla-Gigafactory in Grünheide.(Bild:  Tesla)
Die Tesla-Gigafactory in Grünheide.
(Bild: Tesla)

Nach dem folgenschweren Anschlag auf die Stromversorgung beim Autobauer Tesla in Grünheide bei Berlin ist die sogenannte Gigafactory wieder am Netz. Die Reparaturarbeiten konnten deutlich früher beendet werden als zunächst angenommen, wie der zuständige Netzbetreiber Edis am Montagabend (11.03.) mitteilte. Tesla hatte zuvor damit gerechnet, dass die Produktion wegen des Stromausfalls noch bis Ende der Woche stillsteht.

Laut Edis konnte am Montag um 20:45 Uhr die entscheidende Schaltung in der Netzleitstelle erfolgen. Sowohl Tesla als auch das Logistikzentrum seien zurück am Netz. „Seitdem ist die Wiederversorgung hergestellt“, hieß es in einer Mitteilung. Tesla hatte am Montag mitgeteilt, sobald die Factory wieder ans Stromnetz angeschlossen sei, könnten die Systeme nach und nach wieder hochgefahren werden. Wie lange es dauern werde, bis die Produktion wieder vollumfänglich laufe, könne noch nicht gesagt werden.

Vor rund einer Woche war auf einem Feld Feuer an einem frei zugänglichen Strommast gelegt worden, der auch die Versorgung der Tesla-Fabrik sichert. Die Produktion in dem Autowerk kam zum Erliegen. Die linksextreme „Vulkangruppe“ erklärte, sie sei für den Anschlag verantwortlich. Die Attacke auf den Strommast hatte eine breite Debatte über einen besseren Schutz für Energienetze in Deutschland ausgelöst.

Protest gegen Fabrikerweiterung hält an

Der Elektroautobauer will neben dem 300 Hektar großen Werksgelände zusätzlich noch einen Güterbahnhof, Lagerhallen und einen Betriebskindergarten errichten. Dafür sollen mehr als 100 Hektar Wald gerodet werden. Umweltaktivisten demonstrierten am Sonntag in Grünheide gegen die Erweiterungspläne, Polizeikräfte begleiteten die Aktion. Zudem hält die Besetzung eines Waldstücks nicht weit entfernt von der Fabrik an.

Umweltaktivisten haben angekündigt, den besetzten Wald neben der Fabrik vorerst nicht freiwillig zu verlassen. Gleichzeitig bereiten sie sich auf eine mögliche Räumung des besetzen Waldstücks vor. Am Dienstag und Mittwoch fänden Workshops statt, die die Menschen im Camp darauf vorbereiteten, sagte eine Sprecherin der Initiative „Tesla stoppen“ am Dienstag.

Bislang ist das Camp seitens der Polizei bis zum 15. März erlaubt. Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach hatte angekündigt, vor dem Hintergrund des Angriffes auf die Stromversorgung Teslas das Camp neu bewerten zu wollen. Die Initiative hinter dem Protestcamp gab an, mit dem Anschlag nichts zu tun gehabt zu haben. Sie will nach eigenen Aussagen den Widerstand der Anwohner gegen eine Erweiterung der Industrieanlage unterstützen. Ein Sprecher der Polizei sagte am Dienstag, dass geprüft werde, wie mit dem Protestcamp umzugehen sei. Wann eine Entscheidung zu erwarten ist, sagte er nicht.

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