E-Auto-Flaute Tesla streicht mehr als ein Zehntel der Jobs

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die E-Mail an die Mitarbeiter war laut einem Pressebericht schlicht mit „Reorg“ betitelt. Der E-Autobauer muss dringend Kosten senken.

(Bild:  Tesla /Chris Yarzab / CC BY-SA 2.0)
(Bild: Tesla /Chris Yarzab / CC BY-SA 2.0)

Tesla-Chef Elon Musk will angesichts der Flaute am Elektroautomarkt und schwacher Verkäufe zu Jahresbeginn weltweit mehr als jede zehnte Stelle im Unternehmen streichen. Es sei extrem wichtig, sich jeden Aspekt im Unternehmen hinsichtlich Kosten und Produktivität anzusehen, hieß es in einer internen Mail des Firmenchefs, die der Deutschen Presse-Agentur am Montag vorlag.

Nach einer eingehenden Prüfung habe das Unternehmen entschieden, die Stellenanzahl um mehr als zehn Prozent zu senken. Tesla beschäftigte laut eigenen Angaben Ende des vergangenen Jahres etwas über 140.000 Mitarbeiter. Damit stehen nun mehr als 14.000 Jobs auf der Kippe. Zuvor hatten das US-Branchenportal „Electrek“ und das „Handelsblatt“ über die Mail des Multimilliardärs berichtet.

Höherer Wettbewerb

Tesla bekommt unter anderem den harten Preiskampf im größten Automarkt China zu spüren und hat im ersten Quartal weltweit mit fast 387.000 Autos überraschend weniger Fahrzeuge ausgeliefert als ein Jahr zuvor. Schon davor hatten sich nach den jahrelang starken Zuwächsen bereits Zweifel am Wachstumstempo im Elektroautomarkt gemehrt.

In den USA griffen Autokäufer verstärkt zu Verbrenner- und Hybrid-Fahrzeugen, in China bekommt Tesla mehr Konkurrenz von einheimischen Herstellern.

Auswirkungen auf Grünheide noch unklar

Details zu dem geplanten Abbau von Arbeitsplätzen wurden nicht öffentlich. Auch Angaben dazu, ob und wie viele Stellen in Grünheide von den Streichungen betroffen sein könnten, gab es zunächst nicht. Auf seiner Webseite listet der Konzern bis dato noch viele offene Stellen in seiner jüngsten Fabrik. In dem Werk arbeiten inzwischen mehr als 12.000 Beschäftigte.

Mit dem rasanten Wachstum der vergangenen Jahre sei es zu Doppelfunktionen in einigen Bereichen gekommen, hieß es in der Mail von Musk. Die Stellenstreichungen würden es dem Unternehmen erlauben, „schlank, innovativ und hungrig“ auf die nächste Wachstumsphase zu sein. „Es gibt nichts, was ich mehr hasse, aber es muss getan werden“, schrieb der Unternehmer.

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