Zulieferer UBC Composites startet Sanierungsverfahren

Von Lina Demmel 1 min Lesedauer

Der Automobilzulieferer UBC Composites hat ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung gestartet. Grund dafür ist die geringe Auslastung und fehlende Rentabilität der slowakischen Tochtergesellschaft.

Der Automobilzulieferer UBC Composites hat ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung gestartet.(Bild:  UBC Composites)
Der Automobilzulieferer UBC Composites hat ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung gestartet.
(Bild: UBC Composites)

Das Amtsgericht Heilbronn hat dem dem Antrag der UBC Composites GmbH auf ein Eigenverwaltungsverfahren am 20. März stattgegeben. Der Zulieferer möchte sich aus eigener Kraft finanziell stabilisieren. Der Geschäftsbetrieb läuft derweil in vollem Umfang weiter. Die Löhne und Gehälter der etwa 90 Mitarbeiter sind für drei Monate über das Insolvenzgeld gesichert.

Die Geschäftsführung bleibt weiterhin verantwortlich und wird von Philip Konen und Ludwig Stern von der Pluta Rechtsanwalts GmbH unterstützt. Diese haben eine Generalhandlungsvollmacht erhalten und werden den Restrukturierungsprozess mit umsetzen. Gleichzeitig hat das Amtsgericht Heilbronn Rechtsanwalt Sebastian Krapohl von der Kanzlei Görg zum vorläufigen Sachwalter bestellt, der das Verfahren im Sinne der Gläubiger begleitet und überwacht.

Keine Auslastung in slowakischem Werk

UBC Composites ist spezialisiert auf die Verarbeitung von Verbundfaserstoffen und die Fertigung von Bauteilen für Fahrzeugbau und Rennsport. Grund für die Antragstellung sei die schwache konjunkturelle Lage und die schwierige Situation in der Automobilbranche, wie es in der Mitteilung heißt. Dadurch kann die Tochtergesellschaft in der Slowakei die erforderliche Auslastung für einen rentablen Betrieb nicht erreichen. Das Werk ging erst 2024 zur Vergrößerung und teilweisen Auslagerung der Produktionskapazitäten in Betrieb.

Für die Tochtergesellschaft werden daher Restrukturierungsmaßnahmen geprüft, um sich kurzfristig von der Gesellschaft zu lösen und Kosteneinsparungen zu realisieren. Zudem werde geprüft, Aufträge und Fertigungskapazitäten nach Deutschland zurückzuverlagern, um den Standort in Murr (Baden-Württemberg) besser auszulasten. In den kommenden Monaten soll ein Investorenprozess durchgeführt werden.

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