Halbleiter Chip-Fabrik in Dresden: Spatenstich und genehmigte Beihilfe

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Bosch, Infineon, NXP und TSMC wollen in Dresden eine Halbleiterfabrik für die Autoindustrie bauen. Die EU genehmigte nun die geplanten Milliarden-Euro-Beihilfen.

Ob die mögliche Chipfabrik von TSMC in Deutschland ähnlich futuristisch aussehen wird wie diese Fab 16 in Taiwan, ist ungewiss. Nachdem die Fördermittel genehmigt sind, kann der Spatenstich im August 2024 erfolgen.(Bild:  TSMC)
Ob die mögliche Chipfabrik von TSMC in Deutschland ähnlich futuristisch aussehen wird wie diese Fab 16 in Taiwan, ist ungewiss. Nachdem die Fördermittel genehmigt sind, kann der Spatenstich im August 2024 erfolgen.
(Bild: TSMC)

Die Europäische Kommission hat die fünf Milliarden Euro hohe deutsche Beihilfe für den Bau der Mikrochipfabrik in Dresden genehmigt. Die Brüsseler Behörde prüfte die Unterstützung nach den EU-Beihilfevorschriften, die es den Mitgliedsstaaten erlauben, die Entwicklung bestimmter Wirtschaftszweige zu fördern. Nach Ansicht der Kommission hat die Beihilfe einen Anreizeffekt: Ohne die Förderung würde die Anlage nicht gebaut werden. Geplant sind Investitionen in Höhe von mindestens zehn Milliarden Euro, von denen das Bundeswirtschaftsministerium die Hälfte bereitstellen will.

Das taiwanesische Halbleiterunternehmen TSMC will zusammen mit Bosch, Infineon und NXP Semiconductor eine neue Halbleiterfabrik im Norden von Dresden bauen. TSMC soll 70 Prozent an dem Unternehmen halten, die anderen Partner jeweils zehn Prozent. Das Werk trägt den Namen European Semiconductor Manufacturing Company, ESMC. Die Produktion soll im Jahr 2027 beginnen. Schwerpunkt sind Chips für die Autoindustrie. Mit dem Halbleiterwerk seien 2.000 Arbeitsplätze verbunden.

Der symbolische erste Spatenstich erfolgte am 20. August. Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) waren zu Gast.

Habeck erfreut über zügige Prüfung

Scholz sprach von einem guten Zeichen. Zentrale Technologien müssten in Europa stattfinden. Deshalb habe die EU die Erlaubnis erteilt, dass Deutschland die Branche subventioniere. Es gelte, Abhängigkeiten zu vermeiden, sagte Scholz. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) begrüßte das Tempo der Brüsseler Behörde – nun sollte es aus deutscher Sicht auch so weitergehen: „Wir werden das hohe Tempo des Projekts beibehalten und die Finanzierungsgenehmigung zügig abschließen“, teilte er mit.

Die Halbleiterfabrik ist ein wichtiges Projekt im Rahmen des Europäischen Chip-Gesetzes, dem Chips Act. Damit soll auch eine innovative und nachhaltige Halbleiterproduktion in Europa etabliert werden.

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