Kartellamt Bosch, Infineon und NXP dürfen sich an TSMC-Fabrik beteiligen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Im Jahr 2024 soll der Bau der Chipfabrik des taiwanesischen Konzerns TSMC in Dresden beginnen. Drei europäische Technologiefirmen dürfen dabei einen Anteil von jeweils zehn Prozent halten.

Das Bundeskartellamt hat Beteiligungen an der TSMC-Chipfabrik in Dresden zugestimmt.(Bild:  Taiwan Semiconductor Manufacturing Co., Ltd.)
Das Bundeskartellamt hat Beteiligungen an der TSMC-Chipfabrik in Dresden zugestimmt.
(Bild: Taiwan Semiconductor Manufacturing Co., Ltd.)

Das Bundeskartellamt hat die geplante Beteiligung des Automobilzulieferers Bosch sowie der Chiphersteller Infineon und NXP an einer neuen milliardenschweren Halbleiter-Fabrik in Dresden freigegeben.

Die drei Firmen dürfen jeweils zehn Prozent der Anteile an der vom taiwanesischen Chipkonzern TSMC gegründeten Firma European Semiconductor Manufacturing Company (ESMC) erwerben, wie die Bundesbehörde am Dienstag (7. November) in Bonn mitteilte. TSMC wird künftig 70 Prozent an dem Unternehmen halten.

Gesicherter Zugang zu Halbleitern für deutsche Industrie

„Die geopolitischen Verwerfungen der jüngeren Vergangenheit haben gezeigt, wie wichtig gesicherter Zugang zu Halbleitern gerade auch für die deutsche Industrie ist“, sagte Behördenchef Andreas Mundt. Den Wettbewerb sieht er nicht beeinträchtigt, die Beteiligungen seien „voll im Einklang mit den fusionskontrollrechtlichen Vorgaben“.

Die Technologiefirmen Bosch aus Baden-Württemberg, Infineon aus Bayern und NXP aus den Niederlanden brauchen für ihre Produkte große Mengen an Chips, die sie teilweise selbst bauen und teilweise von Auftragsfertigern wie TSMC bekommen.

Der Spatenstich der neuen Fabrik, die auch dank umfangreicher Subventionen ermöglicht wird, soll in der zweiten Jahreshälfte 2024 erfolgen, der Produktionsstart wird für 2027 angestrebt. Die in Dresden gefertigten Chips werden wohl zum großen Teil in Autos verbaut werden.

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