Smart Factory Day 2026 Audis Projekt „Next2OEM“

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Am 10. und 11. Juni veranstaltet »Automobil Industrie« in Berlin den Smart Factory Day – und vernetzt die Produktionsexperten der Automobilindustrie. Ein Thema: Kabelsätze automatisiert fertigen und montieren.

Der Leitungssatz bekommt durch automatisiertes Taping seine finale Form.(Bild:  Audi)
Der Leitungssatz bekommt durch automatisiertes Taping seine finale Form.
(Bild: Audi)

Ingo Busche. Leiter Entwicklung Bordnetz Konzept & Robust Design bei Audi, stellt beim Smart Factory Day das Projekt „Next2OEM“ vor. Inhalt: Kabelsätze automatisiert fertigen und montieren. Den gesamten Prozess haben Audi und die beteiligten Unternehmen im Werk Ingolstadt in einem weltweit einmaligen Demonstrator aufgebaut. Auf rund 400 Quadratmetern Fläche deckt der Demonstrator drei Bereiche ab: die Leitungssatzfertigung, die Vormontage in der Mittelkonsole und die Montage ins Fahrzeug.

Vorschau auf den Vortrag beim Smart Factory Day 2026

Neue E/E Architekturen, zunehmende Integrationsdichte im Fahrzeug, wachsende Variantenvielfalt und dynamische Marktvolumina eröffnen der Bordnetzindustrie große Chancen, innovative Produktionskonzepte zu entwickeln, Automatisierungspotenziale zu heben und Wertschöpfung neu – und näher am OEM – zu denken.

Das Förderprojekt Next2OEM, getragen von zehn Partnern aus Industrie und Wissenschaft, demonstriert erstmals einen durchgängigen Ansatz zur vollständigen Automatisierung der Kabelsatzfertigung von der Leitung bis ins Fahrzeug – und zeigt eine technisch und wirtschaftlich realisierbare, OEM‑nahe Bordnetzproduktion.

Ingo Busche ist Leiter Entwicklung Bordnetz Konzept & Robust Design bei Audi.(Bild:  Audi)
Ingo Busche ist Leiter Entwicklung Bordnetz Konzept & Robust Design bei Audi.
(Bild: Audi)

Am Beispiel des Mittelkonsolenleitungssatzes eines aktuellen Audi -Modells wurde die gesamte Prozesskette neu gestaltet und in einer verketteten Demonstratoranlage im Stammwerk in Ingolstadt als durchgängig automatisierte und digitalisierte Wertschöpfung realisiert. Kernelemente des Zukunftsprojekts sind Design for Automation und ein semantisch‑graphbasiertes digitales Informationsmodell, das Produkt‑, Prozess‑ und Anlagendaten vernetzt und die Grundlage für robuste Automatisierung und mögliche zukünftige KI‑Anwendungen bildet.

Die Demonstration der technische Machbarkeit einer weitgehend automatisierten Bordnetzproduktion verdeutlicht zugleich die entscheidenden Voraussetzungen für eine Industrialisierung: automatisierungsgerechte Produktgestaltung, digitale Durchgängigkeit in einem unternehmensübergreifenden Datenraum sowie die enge Zusammenarbeit aller Akteure entlang der Wertschöpfungskette. Der Vortrag erläutert die technologischen Schlüsselinnovationen und beleuchtet den industrieübergreifenden Nutzen des digitalen Ökosystems.

Smart Factory Day 2026

Wie entwickelt Mercedes-Benz Software und Prozesse für die Produktion? Und wie entsteht der neue Axialflussmotor? Wir schauen uns beides an: In einer individuellen Werksführung im Digital Factory Campus in Berlin-Marienfelde. Wann? Am 10. und 11. Juni beim Smart Factory Day.

Wir diskutieren außerdem darüber, welche neuen Aufgaben Beschäftigte benötigen, um mit humanoiden Robotern und Künstlicher Intelligenz zu arbeiten. Zusätzlich: Automatisierte Kabelsatzproduktion und -montage, digitale Zwillinge, Automation in der Produktion von Batterien und E-Motoren, eine Startup-Session, eine Ausstellung mit Produkten zum Anfassen; Neues zu Datenanalyse und maschinellem Lernen und Künstlicher Intelligenz. 

Smart Factory Day – das Event mit Expertenwissen aus der Automobilindustrie für die Automobilindustrie.
 

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