Produktion Megacasting bei Volvo: 43 Kilo Aluguss am Stück

Von Tina Rumpelt 5 min Lesedauer

Megacasting gilt als „game changer“ im Karosseriebau. Volvo setzt das Verfahren im neuen E-SUV EX60 erstmals ein.

Einstieg in die Zukunft: Volvo CEO Håkan Samuelsson fuhr beim Start-of-Production-Termin den ersten Serien-EX60 eigenhändig vom Band.(Bild:  Thorsten Weigl/Volvo Cars)
Einstieg in die Zukunft: Volvo CEO Håkan Samuelsson fuhr beim Start-of-Production-Termin den ersten Serien-EX60 eigenhändig vom Band.
(Bild: Thorsten Weigl/Volvo Cars)

Natürlich geht es auch um die Kosten. Neue Technologien müssen sich bezahlt machen und das möglichst schnell. Doch bei diesem Thema werden Megacasting-Experten schmallippig. Auch bei Volvo: Einzelinvestionen werden nicht beziffert. Rund 930 Millionen Euro investierte der schwedische Hersteller mit chinesischer Mutter in die Erneuerung und Vorbereitung der Fertigung des EX60 am Volvo-Stammsitz Torslanda nahe Göteborg – inklusive einer Megacasting-Anlage, ein Projekt mit dem Schweizer Konzern Bühler.

„Wachstumstreiber für Volvo und den Industriestandort Schweden“

Vier Jahre bereitete sich das Werk auf den Start des vollelektrischen Mittelklasse-SUVs auf der neuen SPA3-Plattform mit 800-Volt-Technik vor. So entstand am Standort ein neues Werk für die Batteriemontage. Die prismatischen Zellen liefert CATL. Am 22. April 2026 war es dann soweit: Volvo-CEO Håkan Samuelsson fuhr beim Start-of-Production-Termin den ersten Serien-EX60 eigenhändig vom Band. Das E-Auto sei „unsere Zukunft“ und ein „wichtiger Meilenstein“, sagte der Volvo-Chef. Sein erklärtes Ziel: zu den „Frontrunners“ bei der E-Mobilität zählen.