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Die Konsolidierung der Sensor-Branche
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Das Sensor-Set aus Lidar und Radar ist kein Selbstläufer in der Zulieferindustrie. Zu zögerlich gehen Autohersteller das Fahren im Level 3 an. Darunter leiden Zulieferer und Start-ups.
Velodyne fusioniert in den USA mit Ouster. Der japanische Mischkonzern Koito übernimmt Cepton. Microvision übernimmt in der Konsolidierungsphase gleich drei Unternehmen – der jüngste Kandidat ist Luminar. Für 33 Millionen Dollar erhält Microvision Anfang Februar den Zuschlag vom Insolvenzgericht in den USA. Die Marktkapitalisierung von Luminar lag im Jahr 2020 bei circa sechs Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen war der schillerndste Name der Lidar-Branche. Gründer Austin Russell war beim Start gerade mal 17 Jahre alt. Mit Luminar wurde er zum jüngsten Self-made-Millionär der Börsengeschichte.
Schon 2023 übernahm Microvision das in der Insolvenz befindliche Hamburger Unternehmen Ibeo. Ebenfalls aus Deutschland stammt Scantinel Photonics, eine Zeiss-Ausgründung. Das Unternehmen aus Ulm ist seit Anfang des Jahres Teil von Microvision. Die Ulmer sind auf FMCW-Lidare spezialisiert. Das Akronym steht für Frequency Modulated Continous Wave. Der Lidar analysiert die Frequenzverschiebung des reflektierten Lichts und errechnet daraus die Form und Geschwindigkeit erkannter Objekte. Die Technik passt perfekt ins Microvision-Portfolio, das bislang auf Lidare setzt, die anhand der Laufzeiten von Lichtreflektionen eine Punktwolke errechnen.
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