Restrukturierung AMS Osram verkauft CMOS-Bildsensor-Geschäft

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Indie Semiconductor übernimmt den Geschäftsbereich für CMOS-Bildsensoren vom Zulieferer. Der Verkauf ist Teil der im Februar 2026 angekündigten Neuausrichtung von AMS Osram.

AMS Osram verkauft CMOS-Bildsensor-Geschäft für 40 Millionen Euro.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
AMS Osram verkauft CMOS-Bildsensor-Geschäft für 40 Millionen Euro.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die Verantwortlichen des weiter um Restrukturierung und Fokussierung bemühten Konzerns AMS Osram haben am 11. Mai 2026 eine Vereinbarung über die Veräußerung des Geschäfts mit CMOS-Bildsensoren (CIS) an Indie Semiconductor unterzeichnet. Die Gesamtgegenleistung beträgt 40 Millionen Euro und setzt sich aus 35 Millionen Euro in bar sowie einem Verkäuferdarlehen in Höhe von fünf Millionen Euro zusammen, das nach zwei Jahren fällig wird. Der Abschluss der Transaktion wird innerhalb der nächsten sechs Monate erwartet.

„Auch wenn CIS eine starke Technikplattform darstellt, liegt unsere Priorität darauf, Investitionen auf jene AI-getriebenen Segmente zu konzentrieren, die die attraktivsten Wachstumsperspektiven bieten und in denen wir uns klar differenzieren – darunter AI-Photonics und AR-Smart-Glasses“, begründet Aldo Kamper, CEO von AMS Osram, den Verkauf.

Standorte in Belgien und Portugal

Das übernommene CIS-Geschäft hat seine primären Standorte in Belgien und Portugal. Die Produktlinie umfasst CMOS-Bildsensoren für ein breites Spektrum an Industrie-, Automatisierungs- und Physical-AI-Anwendungen. Indie Semiconductor positioniert die Übernahme in einer eigenen Mitteilung als Ergänzung zu seinem Automotive-ADAS-Sensor-Portfolio und zur Stärkung seiner multimodalen Sensor-Fähigkeiten über Radar, Vision, Lidar und Ultraschall hinweg. Laut Indie soll die Übernahme zudem das Portfolio an GaN-SLED-Lichtquellenprodukten erweitern.

Indie Semiconductor geht davon aus, dass die Transaktion im dritten Quartal 2026 abgeschlossen wird und unmittelbar gewinnsteigernd wirkt. Laut Research and Markets wird der Bildsensormarkt bis zum Jahr 2030 auf über 40 Milliarden US-Dollar wachsen, aufgrund steigender Autonomie, Sicherheitsvorschriften und der zunehmenden Verbreitung KI-basierter Vision-ADAS-Systeme sowie Anwendungen, die multimodales Sensing, niedrige Latenz und hohe Auflösung erfordern.

Beschleunigter Schuldenabbau bei AMS Osram

Die Neuausrichtung des Unternehmens wurde im Februar 2026 von AMS Osram bekannt gegeben. Ziel sei es, sich zu einem fokussierten Halbleiter-Photonics-Unternehmen zu entwickeln. Die angekündigte Transaktion betrifft Gesellschaften, die Vermögenswerte in Höhe von rund 20 Millionen Euro halten, welche die Wandelanleihen und Senior Notes der Gruppe besichern. Ein wesentlicher Teil der Erlöse wird daher für eine weitere Entschuldung der Bilanz von AMS Osram verwendet. „Die erwarteten Barmittelzuflüsse stellen einen zusätzlichen Beitrag zu unserem beschleunigten Schuldenabbau dar“, so Kamper. (sp)

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