Smart Factory Stellantis und Accenture wollen Fabriken digitalisieren

Von Sven Prawitz 2 min Lesedauer

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Mit Nvidia-Technik sollen digitale Zwillinge die weltweiten Produktionsstätten von Stellantis effizienter machen. Bei der Umsetzung wird Accenture unterstützen.

Mit digitalen Zwillingen und KI will Stellantis seine Werke effizienter betreiben. Dabei soll Accenture unterstützen.(Bild:  Stellantis)
Mit digitalen Zwillingen und KI will Stellantis seine Werke effizienter betreiben. Dabei soll Accenture unterstützen.
(Bild: Stellantis)

Der Automobilkonzern Stellantis treibt die Digitalisierung seiner weltweiten Produktionsstätten voran. Wie Stellantis mitteilt, hat man eine Partnerschaft mit dem Beratungsunternehmen Accenture geschlossen. Ziel ist es, die Nutzung von KI-fähigen „digitalen Zwillingen“ in der Fertigung weltweit zu etablieren. Technologische Basis des Projekts sind die Plattformen für beschleunigtes Rechnen und die Omniverse-Bibliotheken des Chip-Riesen Nvidia.

Ein digitaler Zwilling ist die hochpräzise, virtuelle Nachbildung einer Fabrik. Stellantis will diese Technik nach eigenen Angaben nutzen, um den laufenden Betrieb mithilfe KI-gesteuerter Echtzeitdaten zu verbessern. So lassen sich etwa neue Fertigungsprozesse zunächst virtuell erproben und validieren, bevor sie physisch in der Werkshalle aufgebaut werden. Zudem erhofft sich der Hersteller durch eine vorausschauende Überwachung (Predictive Maintenance) weniger Qualitätsrisiken und eine Minimierung von Ausfallzeiten.

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Vom Pilotprojekt zur globalen Skalierung

Die Einführung der neuen Technik soll schrittweise erfolgen. Wie Stellantis mitteilt, werden die ersten Implementierungen in Form von Pilotprojekten im Jahr 2026 in ausgewählten Werken in Nordamerika starten. Verläuft dieser Test erfolgreich, sollen die Systeme und das daraus gewonnene Wissen nahtlos auf das gesamte weltweite Produktionsnetzwerk des Konzerns skaliert werden.

„Wir legen den Grundstein für die nächste Generation der Fertigung bei Stellantis“, erklärte Francesco Ciancia, Head of Manufacturing des Autokonzerns. Durch die Kombination von digitalen Zwillingen, KI und fortschrittlicher Simulation überdenke man neu, wie Produktionssysteme entworfen, betrieben und kontinuierlich verbessert werden.

Tracey Countryman, Supply Chain and Engineering Global Lead bei Accenture, sieht in der Kooperation die Chance, KI in komplexen industriellen Abläufen so einzusetzen, dass für den Autobauer ein messbarer geschäftlicher Mehrwert entsteht. Gemeinsam wolle man ein „Closed-Loop“-System schaffen, bei dem sich die virtuelle und die physische Fabrikwelt gegenseitig kontinuierlich informieren und verbessern.

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