gesponsertSegula Technologies: Von Automotive zu Rail Core-Engineering und bidirektionaler Transfer

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Automotive-Engineering wird zum Erfolgsfaktor in anderen Industrien. Segula Technologies überträgt Kompetenzen via „Translation Layers" in Luftfahrt, Bahn, Verteidigung. Dabei profitiert auch Automotive von Stärken anderer Branchen.

Der Entwicklungsdienstleister Segula Technologies fokussiert sich nach einer Umstrukturierung auf Core-Engineering-Services.(Bild:  Segula Technologies | Gorodenkoff - stock.adobe.com)
Der Entwicklungsdienstleister Segula Technologies fokussiert sich nach einer Umstrukturierung auf Core-Engineering-Services.
(Bild: Segula Technologies | Gorodenkoff - stock.adobe.com)

Die Automobilindustrie gehört seit Jahrzehnten zu den anspruchsvollsten und innovativsten Industriebranchen Europas. Unter hohem Wettbewerbs-, Kosten- und Zeitdruck sind hier Engineering-Methoden entstanden, die heute als Benchmark gelten. Aus diesem Umfeld heraus entwickelt sich Automotive-Engineering zunehmend zu einer Kompetenz, die auch außerhalb der Branche an Bedeutung gewinnt – überall dort, wo Systeme komplexer, Entwicklungszyklen kürzer und Anforderungen an Sicherheit höher werden.

Genau diese Entwicklung führt dazu, dass Automotive-Akteure ihren Blick zunehmend über den eigenen Sektor hinaus richten. Neue Industrien eröffnen nicht nur zusätzliche Märkte, sondern auch Anwendungsfelder für genau die Kompetenzen, die im Automotive aufgebaut wurden.

Gerade darin liegt die Chance: die Grundlage für industrieübergreifendes Engineering zu schaffen, in der sich die Automotive-Stärken – industrielle Exzellenz, ausgeprägte Kompetenz in Industrialisierung, Serienhochlauf und volumenstarker Produktion, Transformationsfähigkeit und Systemverständnis – in unterschiedlichen Branchen einsetzen und Transferhürden überwinden lassen.

Industrien wachsen zusammen – mit neuen Anforderungen

Luftfahrt, Rail und Verteidigung stehen vor ähnlichen Herausforderungen wie die Autoindustrie. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass OEMs und Zulieferer ihre Automotive-Kompetenzen vermehrt in angrenzende Industrien übertragen: Nutzfahrzeugplattformen werden für militärische Logistik- und Mobilitätslösungen adaptiert, während Automotive-Produktionskapazitäten für die Fertigung sicherheitskritischer Komponenten umgerüstet werden. Gleichzeitig bringen Zulieferer ihre Erfahrung in Industrialisierung, Lieferketten und Skalierung in Drohnensystemen, Antriebskomponenten oder komplexen Subsystemen für Luftfahrt- und Verteidigung ein. Auch personell verschieben sich die Grenzen: Fachkräfte aus dem Automotive wechseln in angrenzende Industrien, um den Hochlauf und industrielle Umsetzung voranzutreiben oder neue berufliche Perspektiven zu nutzen. Es entstehen neue Schnittstellen zwischen bislang getrennten Industriewelten und zugleich neue Fragen zum kulturellen Umgang mit sicherheitskritischen Anwendungen. Gerade in Europa, wo viele Unternehmen zivil geprägt sind, beeinflusst diese Entwicklung strategische Entscheidungen.

Vom Know-how zum skalierbaren Engineering-Modell

Für Engineering-Dienstleister bedeutet das einen klaren Wandel: weg von der Branchenzugehörigkeit als Kriterium hin zur Fähigkeit, Kompetenzen über Industriegrenzen hinweg zu übertragen und in neuen, branchenübergreifenden Wertschöpfungssystemen einzusetzen.

Dieser Anspruch prägt auch die Arbeitsweise bei Segula Technologies: Engineering basiert auf einem konsequenten Core-Engineering-Verständnis und wird nicht als Kapazitätsmodell, sondern als integrierte Verantwortung für komplexe Entwicklungsprogramme über Disziplinen hinweg verstanden. Im Zentrum stehen Systemverständnis, Architekturkompetenz und industrielle Umsetzung entlang des gesamten Produktentwicklungs- und Fertigungszyklus. Virtuelle Absicherung, modellbasierte Entwicklung und global vernetzte Teams bilden dabei die Grundlage effizienter Abläufe.

Die Übertragung von Know-how in unterschiedliche industrielle Kontexte erfolgt über sogenannte „Translation Layers“ – ein strukturierter Ansatz, der Automotive-Engineering-Kompetenz an die Rahmenbedingungen anderer Industrien anpasst und gleichzeitig einen bidirektionalen Transfer schafft, bei dem auch Automotive von den Stärken anderer Industrien profitiert. Der Transfer ist dabei kein Selbstläufer: Unterschiedliche regulatorische Kriterien, Zertifizierungslogiken, Produktionsprozesse und industrielle Strukturen erfordern eine gezielte methodische Anpassung. Entscheidend ist die systematische Übersetzung in den jeweiligen Kontext unter Berücksichtigung von Anforderungen, Stakeholder-Strukturen und Entwicklungsgeschwindigkeiten.

Die steigende Komplexität und der Bedarf an hoher Umsetzungsgeschwindigkeit verändern die Organisation von Engineering grundlegend. Entscheidend ist die Verbindung lokaler Innovationskraft und internationaler Skalierung. Segula Technologies setzt hierfür auf global vernetzte Entwicklungsstrukturen, die parallele, kosteneffiziente Entwicklung, kürzere Iterationen und den gezielten Einsatz globaler Expertise ermöglichen. Damit hat sich die Rolle des Dienstleisters zu einem integrierenden Akteur verschoben, der Entwicklungsprogramme über Regionen und Disziplinen hinweg steuert und umsetzt.

Segula Technologies nutzt diese Entwicklungen als strategische Grundlage und baut seine Präsenz in Aerospace, Rail, Defense und Energie weiter aus. Diese Diversifizierung ist kein Abwenden vom Automotive, sondern eine Weiterentwicklung der eigenen Engineering-DNA. Erfahrungen aus unterschiedlichen Industrien fließen dabei zurück und stärken zugleich die Kompetenz im Automotive-Bereich. Entscheidend ist dabei nicht die Branche, sondern die Fähigkeit, komplexe Problemstellungen über industrielle Grenzen hinweg zu lösen.

Vier Fragen an Werner Ferreira

Werner Ferreira, Executive Vice President Nord- und Mitteleuropa und CEO von Segula Technologies Deutschland. (Bild:  Pauline de Courrèges | Segula Technologies)
Werner Ferreira, Executive Vice President Nord- und Mitteleuropa und CEO von Segula Technologies Deutschland.
(Bild: Pauline de Courrèges | Segula Technologies)

Herr Ferreira, welche Rolle spielt Automotive heute für Segula Technologies?

Automotive bleibt unser Kern. Gleichzeitig bauen wir unsere Präsenz in anderen Industrien gezielt aus.

Ist Diversifizierung eine Reaktion auf den aktuellen Wandel?

Nein, sie ist seit Jahren Teil unserer Strategie – und gewinnt weiter an Bedeutung. Sie eröffnet zusätzliche Märkte, macht die Stärken des Automotive in anderen Industrien nutzbar und stärkt zugleich unsere Position im Automotive.

Wie verteilen sich Ihre Geschäftsanteile im Automotive?

Weltweit liegen wir bei etwa 60 Prozent.

Warum ist globale Vernetzung heute ein Schlüssel für die Transformation der
Mobilität?

Weil technologische Intelligenz global verteilt ist und in Regionen außerhalb Europas oft schneller und mit größerer Skalierbarkeit gefunden werden. Durch internationale Zusammenarbeit gewinnen wir Zugang zu vielfältigen Perspektiven, Kompetenzen und Lösungen. Das schafft Geschwindigkeit und Kosteneffizienz in der Entwicklung und bringt Innovationen schneller zur Anwendung.

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