Supersportwagen Audi präsentiert den Nuvolari

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Audi hat den Supersportwagen Nuvolari vorgestellt. Das Modell ist das erste in der neuen Designsprache des Autoherstellers.

Audi hat den Supersportwagen Nuvolari vorgestellt.(Bild:  Audi)
Audi hat den Supersportwagen Nuvolari vorgestellt.
(Bild: Audi)

Audi hat mit dem Nuvolari einen seriennah entwickelten Supersportwagen mit Hybridantrieb vorgestellt. Das auf 499 Einheiten limitierte Modell soll im ersten Halbjahr 2027 ausgeliefert werden. Es ist laut Audi das leistungsstärkste und schnellste Serienfahrzeug der Marke.

Der Nuvolari kombiniert einen 4,0‑Liter‑V8-Biturbo mit 800 PS mit drei Elektromotoren mit je 110 Kilowatt zu einer Systemleistung von 736 Kilowatt. Der Verbrennungsmotor erreicht laut Audi Drehzahlen von bis zu 10.000 U/min.

Zwei der E-Maschinen sitzen an der Vorderachse, eine zwischen Verbrennungsmotor und Getriebe. Die Batterie hat eine Kapazität von 7,3 Kilowattstunden. Von 0 auf 100 km/h vergehen nur 2,6 Sekunden, der Sprint von 0–auf 200 km/h dauert 6,8 Sekunden. Schluss ist laut Audi bei über 350 Kilometern pro Stunde.

Fahrdaten in Echtzeit verarbeiten

Neu ist das System „quattro predictive ride“, das Sensordaten wie Lenkwinkel, Gierrate und Gripniveau in Echtzeit verarbeitet und die Momentenverteilung zwischen den Achsen und die Aerodynamik vorausschauend anpasst. Die Elektromotoren an der Vorderachse ermöglichen variables Torque Vectoring.

Mehrere Fahrmodi und ein Track-Modus mit abgestufter Traktionskontrolle von „Wet“ bis „TC Off“ sind möglich. Im Modus „E‑Hybrid“ fährt das Auto rein elektrisch. Im Nuvolari beeinflusst ein adaptiver Heckflügel die Aerodynamik. In der Hochabtriebs-Konfiguration sind laut Audi über 400 Kilogramm Abtrieb möglich. Dieses Setting ist vor allem beim Bremsen und in Kurven aktiv.

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Verfügbar ist außerdem ein sogenanntes Drag-Reduction-System. Es stammt aus dem Rennsport. Auf Knopfdruck öffnet sich eine Klappe im Heckflügel. Das senkt den Luftwiderstand des Autos und steigert die Höchstgeschwindigkeit kurzzeitig.

Ein durchströmter Vorderwagen, der sogenannte S‑Duct, verbessert die aerodynamische Effizienz an der Vorderachse. Das sorgt laut Audi für zusätzlichen Abtrieb, reduzierten Auftrieb bei hohen Geschwindigkeiten und dient dem Kühlen des Antriebs.

Brake-by-Wire und Keramikbremsen

Ein Brake-by-Wire-System kombiniert Rekuperation mit einer neu entwickelten Keramikbremsanlage. Zur Bremsanlage gehören unter anderem Bremsscheiben der Dimension 420 × 40 Millimeter mit Zehnkolben-Sätteln an der Vorderachse. An der Hinterachse verbaut Audi Vierkolben-Sättel mit Scheiben im Format 410 × 32 Millimeter. Der Bremspedalweg ist funktional von der tatsächlich an den Rädern erzeugten Bremskraft entkoppelt. Das soll für ein konstantes und präzises Pedalgefühl sorgen.

An der Vorderachse leistet die elektrische Verzögerung situativ einen wesentlichen Teil der Bremsarbeit, während an der Hinterachse Schub-, Teillast- und Traktionsregelphasen zur Rekuperation dienen. Laut Audi ist eine elektrische Verzögerung von bis zu 0,3 g möglich – genug, um im Alltag und im dynamischen Fahrbetrieb einen Großteil der Bremsvorgänge abzudecken.

Die Karosserie basiert auf einem weiterentwickelten Audi Space Frame mit umfangreichem Einsatz von carbonfaserverstärktem Kunststoff. Viele Bauteile entstehen in Autoklav-Fertigung nach Motorsport-Vorbild. Im Innenraum reduzieren Leichtbausitze mit Carbonstruktur das Gewicht. Der Name des Autos erinnert an den italienischen Rennfahrer Tazio Nuvolari.

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