US-Verkehrsbehörde Ermittlungen bei Robotaxi-Anbieter Cruise

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Zweimal scheinen die autonom fahrenden Cruise-Fahrzeuge versagt zu haben. Im vergangen Herbst und in diesem Sommer sind dabei Fußgänger zu Schaden gekommen. Nun prüft die NHTSA die eingesetzte Technologie.

Die US-Verkehrsbehörde hat das Robotaxi-Unternehmen Cruise nach zwei Unfällen mit Fußgängern in San Francisco ins Visier genommen.(Bild:  Cruise)
Die US-Verkehrsbehörde hat das Robotaxi-Unternehmen Cruise nach zwei Unfällen mit Fußgängern in San Francisco ins Visier genommen.
(Bild: Cruise)

Nach zwei Unfällen mit Fußgängern in San Francisco ist die Robotaxi-Firma Cruise ins Blickfeld der US-Verkehrsbehörde geraten. Die NHTSA leitete eine Voruntersuchung ein, die unter anderem klären soll, ob die zum Teil komplett fahrerlosen Fahrzeuge zu nahe an Menschen heranfahren.

Bei einem Unfall im Oktober 2022 war eine Frau unter einem Robotaxi von Cruise steckengeblieben und musste von Rettungskräften befreit werden. Dem Unfallbericht zufolge wurde die Fußgängerin zunächst von einem anderen Fahrzeug mit einem Menschen am Steuer angefahren und vor das selbstfahrende Auto geschleudert. Das selbstfahrende Auto habe zwar sofort gebremst – aber den Zusammenstoß nicht mehr verhindern können.

Zweiter Vorfall Ende August

Die NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) verwies noch auf einen weiteren Zwischenfall. Den Unterlagen von Dienstag zufolge fuhr ein Cruise-Robotaxi Ende August an einer Ampelkreuzung bei grünem Licht an – und gleichzeitig trat ein Fußgänger vor das Fahrzeug. Die Software habe versucht, auszuweichen und zu bremsen. Der Wagen sei aber dennoch mit einer Geschwindigkeit von etwa zwei Kilometern pro Stunde auf den Fußgänger aufgefahren.

San Francisco ist aktuell ein einzigartiger Testfall für selbstfahrende Taxis. In der Stadt sind die General-Motors-Tochter Cruise und die Google-Schwesterfirma Waymo aktiv. Sie bekamen im Sommer von einer kalifornischen Aufsichtsbehörde die Erlaubnis zur Ausweitung ihrer fahrerlosen Beförderungsdienste im gesamten Stadtgebiet.

Die Stadt war dagegen

Die Stadtverwaltung und zahlreiche Einwohner waren dagegen. Sie argumentierten unter anderem, dass die von Software gesteuerten Fahrzeuge häufig den Verkehr blockierten und damit Rettungskräfte bei Einsätzen behinderten. Die Unternehmen betonen, dass Roboterautos sicherer als Menschen fahren.

Der einzige bisher bekannte tödliche Unfall mit einem selbstfahrenden Auto ereignete sich 2018 im US-Bundesstaat Arizona. Ein Wagen des Fahrdienst-Vermittlers Uber erfasste bei einer abendlichen Testfahrt eine Frau, die die Straße überquerte. Sie schob ein Fahrrad mit Plastiktüten am Lenker neben sich - und die Situation überforderte die Uber-Software, die zunächst nicht richtig einordnen konnte, womit sie es zu tun hat. Uber stieß die eigene Entwicklung selbstfahrender Autos Ende 2020 ab.

(ID:49755677)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung