IAA 2013 Valeo stellt automatisches Valet Parking vor
Der französische Automobilzulieferer Valeo zeigt auf der IAA in Frankfurt den sogenannten „Valet Park4U“-Assistenten. Dieser übernimmt – ähnlich wie der Parkdienst vor einem Hotel – die Parkplatzsuche und den Einparkvorgang.
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Auf die permanente Verkehrsbelastung in den Stadtzentren von Industrie- und Schwellenländern haben die Fahrzeughersteller bereits mit der Entwicklung von Systemen für teilautomatisiertes Fahren reagiert. Jedes Jahr werden weltweit 10 Millionen Fahrzeuge mit klassischen Parkassistenzsystemen von Valeo ausgestattet. Doch wenn der Verkehrsfluss insgesamt verbessert werden soll, müssen auch ausreichend Parkflächen bei der Verkehrsplanung berücksichtigt werden. Dies erfordert neue automatisierte Einparklösungen. Valeo bietet für diesen Trend bereits eine Lösung mit seinem Valet Parksystem.
Valet Park4U
Mithilfe von Valet Park4U kann ein Fahrer sein Fahrzeug bereits am Eingang eines Parkhauses oder einer Tiefgarage verlassen. Das Auto findet von allein einen Parkplatz und parkt ein. Dazu aktiviert der Fahrer über sein Smartphone das automatische Einparksystem. Der Wagen übernimmt die Steuerung und sucht einen passenden Parkplatz, um dann mithilfe des vollautomatischen Parksystems einzuparken. Von Seiten des Fahrers ist kein weiteres Zutun nötig. Er wird lediglich informiert, sobald der Vorgang abgeschlossen ist. Auf die gleiche Weise kann der Fahrer sein Smartphone verwenden, um sich am Ausgang des Parkplatzes von seinem Fahrzeug wieder abholen zu lassen. Das System benötigt dabei keine optimierte Infrastruktur, wie etwa spezielle Parktaschen oder Fahrspuren mit Belegungssensoren.
Präsentation auf der IAA 2013
Die Demonstration von Valet Park4U auf dem Freigelände der diesjährigen IAA ging weit über das automatische Einparken hinaus. Das System arbeitet völlig selbständig, ohne jeglichen Handlungsbedarf seitens des Fahrers während des gesamten Prozesses. Der Fahrer kann am Eingang eines Parkplatzes aus dem Auto aussteigen. Mit der Valet Parking-Anwendung findet das Auto einen geeigneten Platz und parkt von selbst dort ein. Das Fahrzeug parkt auch wieder aus der Parklücke aus und kehrt an den Ausgang zurück, um den Fahrer dort auf Befehl über das Smartphone abzuholen. Auf diese Weise verwandelt der Fahrer seinen Wagen zu einem smartphonegesteuerten Einpark-Service.
Das System verwendet Ultraschallsensoren, Kameras und eine Laserscanner-Technologie, um statische oder bewegliche Hindernisse zu erfassen. Das Fahrzeug findet den Weg, indem es die Umgebung mit dem Laserscanner abtastet. Die eingebauten Kameras können Bilder direkt auf den Smartphone-Bildschirm des Fahrers übertragen, so dass dieser den Vorgang auch aus der Ferne jederzeit überwachen kann. Rund um das Fahrzeug erfassen insgesamt zwölf Ultraschallsensoren, vier Kameras sowie ein Laserscanner jederzeit das Umfeld und berechnen eine Route zu einem verfügbaren Parkplatz.
Wann ein Serieneinsatz möglich wird, ist noch unklar. Die rechtliche Grundlage hinsichtlich der Haftungsfrage muss erst noch geschaffen werden.
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