Software statt Stahl
Der schwierige Wandel der deutschen Automobilindustrie

Von Sven Prawitz 5 min Lesedauer

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Beim VDA Mobility Innovation Summit in Berlin wurde klar: Die Transformation bereitet der deutschen Autoindustrie Kopfzerbrechen. China entwickelt schneller – vieles in Europa wirkt dagegen antiquiert.

Die VDA-Konferenz „Mobility Innovation Summit“ zeigte, womit die deutsche Autoindustrie momentan zu kämpfen hat: nach Aussagen der Redner mit Regulatorik und einem massiven Wettbewerb.(Bild:  VDA/CHLietzmann)
Die VDA-Konferenz „Mobility Innovation Summit“ zeigte, womit die deutsche Autoindustrie momentan zu kämpfen hat: nach Aussagen der Redner mit Regulatorik und einem massiven Wettbewerb.
(Bild: VDA/CHLietzmann)

Ende März des Jahres 2025 schien in Berlin die Sonne, doch es wehte ein scharfer Wind. Im Berliner Congress Centrum am Alexanderplatz gab es an mancher Stelle Gegenwind: So war es vor etwa 400 Teilnehmern des VDA Mobility Innovation Summit allen voran die oberste Branchenvertreterin Hildegard Müller, die sich mit der Politik unzufrieden zeigte.

Die Automobilindustrie fungiert als „Innovationsmotor unseres Landes“, betont die VDA-Präsidentin in ihrer Eröffnungsrede: „Unsere Unternehmen investieren trotz schwieriger wirtschaftlicher Lage und geopolitischer Herausforderungen immense Summen in Forschung und Entwicklung, um die klimaneutrale und digitale Mobilität voranzutreiben.“ Oft könnten Unternehmen keine neuen Produktionsstätten in Deutschland errichten. Als Gründe nennt Müller hohe Energiepreise, zu viel Bürokratie, zu hohe Steuern und Abgaben sowie langsame Planungs- und Genehmigungsverfahren.