Nachhaltigkeit PFAS aus Umwelt entfernen – Volkswagenstiftung unterstützt Forscher 

Von Lina Demmel 2 min Lesedauer

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Die Volkswagenstiftung fördert ein Projekt der BAM zur Entfernung von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) aus der Umwelt.

Die Volkswagenstiftung fördert ein Projekt der BAM zur Entfernung von PFAS aus der Umwelt. (Bild:  BAM)
Die Volkswagenstiftung fördert ein Projekt der BAM zur Entfernung von PFAS aus der Umwelt.
(Bild: BAM)

Die Volkswagenstiftung hat ein Forschungsprojekt der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) zur Entfernung von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) aus der Umwelt bewilligt. Das Projekt „Biogene und zirkuläre Ansätze zur Entfernung von PFAS mit ligninbasierten Adsorbermaterialien“ wird mit insgesamt 1,39 Millionen Euro gefördert. Geleitet wird es von der Freien Universität Berlin, das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung (IAP) ist Kooperationspartner.

Das vierjährige Projekt zielt darauf ab, eine umweltfreundliche Methode zu entwickeln, die PFAS aus kontaminiertem Wasser entfernt. PFAS sind in vielen Alltagsprodukten wie zum Beispiel wasserabweisender Kleidung und Feuerlöschschäumen enthalten. Aufgrund ihrer Langlebigkeit und Mobilität stellen sie eine wachsende Bedrohung für Umwelt und Gesundheit dar, wie die BAM in einer Mitteilung schreibt.

Biogene Rohstoffe zur Entfernung von Schadstoffen

Im Projekt werden biogene Rohstoffe wie Lignin und Glycerol verwendet. Lignin ist ein natürliches Polymer, das bei der Papierherstellung als Nebenprodukt anfällt, und Glycerol entsteht bei der Produktion von Biodiesel. Aus diesen Rohstoffen sollen sogenannte funktionalisierte Adsorberperlen entwickelt werden. Dabei handelt es sich um speziell designte Materialien, die an ihrer Oberfläche Schadstoffe wie PFAS binden können, wodurch diese aus belastetem Wasser entfernt werden. Aufgrund der verwendeten biogenen Rohstoffe für die Adsorberperlen sind sie umweltfreundlicher als bisher verwendete synthetische Harze oder Aktivkohle.

Der zirkuläre Ansatz des Projektes soll es zudem ermöglichen, die Adsorberperlen zu regenerieren, das heißt PFAS aus ihnen vollständig zu entfernen, damit sie anschließend wiederverwendet werden können. Am Ende ihrer Lebensdauer können die Perlen in der Landwirtschaft zur Wasser- und Nährstoffrückhaltung im Boden genutzt werden.

Unterschiedliche Konzepte der Kombination von Lignin und Glycerol werden an der FU Berlin erforscht. Am Fraunhofer IAP erfolgt eine Verarbeitung und ein Upscaling der biogenen Rohstoffe zu Adsorberperlen. BAM und FU Berlin führen über den gesamten Projektzeitraum die begleitende Analytik durch. Sie untersuchen die Qualität der Rohlignine, die Oberflächenbeschaffenheit, Porosität und das Quellverhalten der fertigen Materialien. Außerdem testen sie, wie viel PFAS die Perlen tatsächlich absorbieren können, sowie ihre Rezyklierbarkeit.

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