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Vollautomatisches, autonomes Einparken

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Zusatzfunktionen mittels Ultraschall

Bald verfügbar: Ein Einparkassistent mit Rundum-Sensorik, dessen Daten auf einem Bildschirm als Echtzeit-Bild des parkenden Autos ausgegeben werden.
Bald verfügbar: Ein Einparkassistent mit Rundum-Sensorik, dessen Daten auf einem Bildschirm als Echtzeit-Bild des parkenden Autos ausgegeben werden.
(Valeo )

Mit den per Ultraschall erhobenen Umgebungsdaten sind auch interessante Zusatzfunktionen möglich: So haben einige Modelle von Volkswagen und Audi eine sogenannte Umgebungsanzeige. Sie schützt nicht nur Front und Heck, sondern auch die Seitenpartien durch akustische oder optische Warnung vor Fremdkontakten. Audi nutzt die Ultraschall-Sensordaten zusätzlich für die automatische Anfahrfunktion des ACC. Hier unterstützt Ultraschall die andere Sensorik und kompensiert deren „blinde Flecken“ und „tote Winkel“. Ein weiteres Einsatzgebiet hat Volkswagen bei dem Modell Eos erschlossen: Hier messen die Ultraschallsensoren beim Öffnen des Daches den Abstand zu Hindernissen hinter dem Fahrzeug. Ist er zu gering, wird das rückwärtige Aufklappen des Heckdeckels verhindert, um ihn vor Beschädigungen zu schützen.

Automatisches Bremsen vor dem Hindernis

Vereinzelt realisieren die OEMs mit den Ultraschall-Sensordaten beim halbautomatischen Einparkvorgang auch automatische Bremseingriffe. Gebremst wird, wenn der Fahrer rückwärts zu schnell in eine Parklücke fährt oder einem Hindernis zu nah kommt. Für diese Lösung sieht Harald Barth noch viel Wachstumspotenzial, unabhängig davon, welches Parksystem eingesetzt wird. Längst forschen Valeo, Bosch und die Automobilhersteller schon an vollautomatischen Einparkvorgängen. „Wir haben auf der IAA 2011 das vollautomatische Parken ohne Fahrer präsentiert“, so Harald Barth. Bosch hat einen ähnlichen Prototyp auf einem Pressekolloquium präsentiert. Vollautomatisches Parken wäre insbesondere bei sehr engen Parklücken oder Garagen praktisch: Der Fahrer könnte schon vorher aussteigen und per Knopfdruck das Auto in die Parkposition fahren lassen.

Fusion von Ultraschall und Kameradaten

Derartige Systeme werden aber nur durch Fusion der Ultraschall- mit Kameradaten realisierbar sein. Dann wäre auch ein Einparkassistent mit Rundum-Kamera- und Ultraschall-Sensorik denkbar. Die Daten könnten auf dem Bildschirm als Echtzeit-Bild des parkenden Autos aus der Vogelperspektive ausgegeben werden. Eine intensive sensorgestützte Beobachtung des Fahrzeugumfeldes könnte nach Auffassung von Bosch sogar die Spiegel ersetzen. Sollten dann noch Stereokameras und eine leistungsfähige Bildverarbeitung im Fahrzeug Einzug halten und die Daten von Radarsensoren mit verknüpft werden, stünde dem völlig autonomen Fahren technisch nichts mehr im Wege.

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