Reifenentwicklung „Die Simulation wird das reale Testen verdrängen“

Das Gespräch führte Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 6 min Lesedauer

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Die ersten Reifen, bei denen ganze Entwicklungsschleifen im Computer stattfanden, stehen vor der Marktreife. Welche Vorteile die KI bringt, erklärt Klaus Krause von Hankook.

Klaus Krause, Leiter Europe Technical Center Hankook: „Jeder Reifen, der getestet werden muss, kostet Geld.“(Bild:  Adviga)
Klaus Krause, Leiter Europe Technical Center Hankook: „Jeder Reifen, der getestet werden muss, kostet Geld.“
(Bild: Adviga)

Wie ist Hankook in Sachen Reifenentwicklung in Europa derzeit aufgestellt?

Klaus Krause: Unser Europe Technical Center hat inzwischen 90 Mitarbeiter. Wir nennen uns „Satellit“ des R&D-Centers von Hankook in Korea. Wir decken im Wesentlichen die gleichen Aufgaben ab, nur zeitlich versetzt und nah am Kunden. Das Europe Technical Center hat drei feste Standorte: den Hauptstandort in Hannover mit 45 Mitarbeitern. Hier arbeiten wir eng mit unserem OE-Salesteam zusammen. Daneben sind wir auf dem Testgelände von Idiada in Spanien vertreten. Das ist zwar kein eigenes Prüfgelände. Aber wir haben dort unsere eigene große Werkstatt mit Office auf dem Gelände, ein externes Lager mit Montage und beschäftigen 21 Mitarbeiter. Und am Reifenwerk in Ungarn befindet sich unser dritter Entwicklungsstandort. Dort haben wir ein eigenes Team, um unsere Produkte zu industrialisieren. Außerdem haben wir am Nürburgring seit zwei Jahren eine eigene Box und einen eigenen Mitarbeiter. Das Gleiche gilt für das Testgelände in Papenburg. Nicht vergessen wollen wir unser Winterprüfgelände Technotrac in Finnland. So sind wir europaweit aufgestellt und stets in der Nähe unserer OE-Kunden.