Volkswagen In den USA lodert das nächste Krisenfeuer

Von Andreas Grimm 3 min Lesedauer

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VW wollte nach dem Diesel-Skandal in den USA mit einem neuen Image und E-Autos durchstarten. Dennoch drohen Strafen wegen zu hoher Flottenverbrauchswerte. Nun lässt VW eine alte Marke wieder aufleben.

In den USA läuft es mit der Elektromobilität noch nicht richtig rund. VW holt nun eine alte Marke aus der Versenkung.(Bild:  James Lipman/VW)
In den USA läuft es mit der Elektromobilität noch nicht richtig rund. VW holt nun eine alte Marke aus der Versenkung.
(Bild: James Lipman/VW)

Der US-Neuwagenmarkt hat für VW bei weitem nicht die Bedeutung wie der chinesische. Trotzdem sorgen die verfehlten Absatzziele dort für Sorgenfalten bei VW-Markenchef Thomas Schäfer. Wie eine Recherche des Magazins „Spiegel“ nahelegt, steht nun der US-Chef der Marke, Pablo Di Si, vor der Ablösung. Nicht zuletzt weil dem kriselnden Fabrikat auch milliardenschwere Strafzahlungen ins Haus stehen.

Mit 2,4 Prozent Marktanteil ist VW in den USA ein kleiner Fisch. Dass man gegen die Big Three und so manchen Japan-Importeur nur bedingt erfolgreich sein kann, ist den VW-Oberen natürlich bewusst. Auf fünf Prozent Marktanteil wollte man bis 2030 aber dennoch kommen. Aber es sieht derzeit nicht danach aus. Schon weil die dafür nötigen Autos fehlen, die von den Konsumenten gewollt und gekauft werden. VW wollte, unter dem Eindruck des Diesel-Skandals, offensiv mit der Elektromobilität punkten. Doch wie auf dem alten Kontinent Europa kommt der Systemwechsel nicht recht voran.