Kooperation VW und Renault beenden Gespräche zu günstigem E-Auto

Von Andreas Wehner 1 min Lesedauer

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Die Autohersteller Volkswagen und Renault standen Presseberichten zufolge kurz davor, gemeinsam ein günstiges Elektroauto zu entwickeln. Doch die Gespräche sind laut Renault-Chef Luca de Meo gescheitert.

Renault-Chef Luca de Meo hat das Aus der Gespräche mit VW über ein günstiges E-Auto bestätigt.(Bild:  Renault)
Renault-Chef Luca de Meo hat das Aus der Gespräche mit VW über ein günstiges E-Auto bestätigt.
(Bild: Renault)

Volkswagen und Renault haben die Gespräche über die gemeinsame Entwicklung eines günstigen Elektroautos abgebrochen. Das bestätigte Renault-Chef Luca de Meo am Mittwoch (22. Mai) gegenüber der Nachrichtenagentur „Reuters“.

„Ich wollte zeigen, dass die europäische Industrie als Team zusammenarbeiten kann, daher denke ich, dass das eine verpasste Chance ist. Aber vielleicht kommen andere“, zitiert „Reuters“ den Renault-Chef. Der hatte zuletzt ein „Airbus der europäischen Autoindustrie“ gefordert, also eine organisierte Zusammenarbeit unterschiedlicher Unternehmen der Branche, um der Konkurrenz aus China etwas entgegenzusetzen.

Streitpunkt Produktionsort

„Reuters“ hatte in der vergangenen Woche bereits über das Scheitern der Kooperation berichtet. Renault hätte in dem Projekt den Plänen zufolge die Plattform beigesteuert, VW den Antrieb. Die Gespräche standen wohl kurz vor dem Abschluss. Schon im April hatte das „Manager Magazin“ berichtet, das Projekt sei „durchverhandelt“ gewesen.

Doch dann stimmte offenbar Betriebsratschefin Daniela Cavallo nicht zu. Das Problem: Renault wollte die VW-Variante zusammen mit dem geplanten Twingo-Nachfolger in einem seiner Werke bauen. VW hat jedoch Probleme, seine eigenen Fabriken auszulasten – für die Beschäftigten ein bedrohliches Szenario. Offenbar konnte man sich hier nicht auf eine Lösung einigen.

Kleiner E-VW bis zum Jahr 2027

VW-Markenchef Thomas Schäfer hatte ein E-Fahrzeug für unter 20.000 Euro bis 2027 in Aussicht gestellt. Das könnte sich jetzt verzögern, falls VW sich entscheidet, das Auto komplett selbst zu entwickeln. Denn eine passende Plattform hat der Autohersteller bislang nicht.

Alternativ könnte VW sich einen neuen Partner suchen. Renault hält laut Reuters-Bericht unterdessen an den Plänen fest, seinen elektrischen Twingo-Nachfolger 2027 auf den Markt zu bringen.

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