46. Wiener Motorensymposium
Antriebsvielfalt als Schlüssel zur Dekarbonisierung

Von Stefanie Eckardt 8 min Lesedauer

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Wie sieht der Antrieb der Zukunft aus? Die Antwort suchten etwa 1.000 Teilnehmer auf dem jüngsten Wiener Motorensymposium. Fazit: E-Autos alleine werden nicht ausreichen, um den Verkehrssektor zu dekarbonisieren.

Welchen Antrieben gehört die Zukunft? Diese Frage wurde auf dem 46. Wiener Motorensymposium kontrovers diskutiert. (Bild:  Stefanie Eckardt)
Welchen Antrieben gehört die Zukunft? Diese Frage wurde auf dem 46. Wiener Motorensymposium kontrovers diskutiert.
(Bild: Stefanie Eckardt)

Der Verkehr ist für etwa ein Drittel des weltweiten Energieverbrauchs und etwa ein Fünftel der CO2-Emissionen verantwortlich und damit eine der Hauptursachen der Klimakrise. Dennoch warnte Prof. Bernhard Geringer, Vorstand des Instituts für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik der TU Wien, in seiner Eröffnungsrede davor, einzig und allein auf das E-Fahrzeug zu setzen. „Die Dekarbonisierung des Verkehrs voranzutreiben, steht im Mittelpunkt der Forschung und Entwicklung vieler Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Vielfalt ist hier der Schlüssel zur Energiewende. Nur die Antriebsvielfalt kann zur Verringerung der CO2-Emissionen führen.“

Darüber hinaus würde die Technologieoffenheit im Antrieb auch für Flexibilität und Planungssicherheit sorgen, wie Geringer betonte: „Europas Industrie und Handel braucht Planungssicherheit. Dafür sind dringend verlässliche Regelungen von Seiten der Politik notwendig.“ Die Automobilindustrie sei – und das kam an den Kongresstagen vor allem zur Geltung – an gesetzlichen Rahmenbedingungen interessiert, auf die man sich verlassen könne, damit in Europa Investitionen in Forschung & Entwicklung sowie Produktion mittel- und langfristig geplant werden können und nicht verpuffen. „Die aktuelle EU-Flottengesetzgebung der reinen Fahrzeug-Treibhausgas-Emission ist unzutreffend und muss einer Gesamt-Systembetrachtung – wie etwa in Japan – weichen. Damit haben auch klimaneutrale Kraftstoffe und energieeffiziente Antriebe wie Range-Extender eine Chance. China macht uns das mit den New Energy Vehicles (NEV) vor.“