gesponsertVoyager Intelligent Systems „Wir wollen ergänzen, nicht verdrängen“

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CEO und Mitgründer Brian Chen über Chinas neuen Anspruch in der Zulieferindustrie

Ausgewählte Produkte des Zulieferes Voyager Technology.(Bild:  Voyager Intelligent Systems Limited)
Ausgewählte Produkte des Zulieferes Voyager Technology.
(Bild: Voyager Intelligent Systems Limited)

Herr Chen, worin liegt der Vorteil von Voyager Intelligent Systems Limited (VOYISL) gegenüber Wettbewerbern mit breiterem Portfolio?

Brian Chen: VOYISL's zentrale Stärken speisen sich aus der vollständig inhouse betriebenen Forschung und Entwicklung, einem entkoppelten Baukastensystem, nachgewiesener regulatorischer Konformität, einer Globalisierungsstrategie sowie bereichsübergreifender Geschäftskompetenz.

Brian Chen, Gründer und CEO von Voyager Intelligent Systems.(Bild:  Voyager Intelligent Systems Limited)
Brian Chen, Gründer und CEO von Voyager Intelligent Systems.
(Bild: Voyager Intelligent Systems Limited)

Erstens verfolgen wir eine durchgängig eigenständige Entwicklung über den gesamten Stack hinweg. Wir halten 121 erteilte Patente und 49 Software-Urheberrechte und wurden mehrfach mit Branchenpreisen ausgezeichnet – ein Beleg für unsere technische Substanz. Zweitens erlaubt unser dreistufiges, entkoppeltes Baukastensystem eine effiziente Wiederverwendung von Komponenten. Dadurch lassen sich kosteneffiziente Angebote für unterschiedlichste Kundenanforderungen realisieren. Drittens erfüllen unsere Produkte sowohl chinesische als auch internationale regulatorische Standards. Wir haben in China eine breite Nutzerbasis aufgebaut und verfügen über gewachsene Erfahrung im weltweiten Export sowie im Kundendienst im Ausland.

Und die Preise?

Wir vermeiden bewusst den Preiskampf und betrachten die Branche als Spiel ohne Nullsummenlogik. Statt lokale Anbieter zu verdrängen, wollen wir das bestehende Ökosystem ergänzen. Im Rahmen unserer Globalisierungsstrategie streben wir internationale Marktpräsenz an und bauen zugleich enge Partnerschaften mit lokalen Akteuren auf. Wir nutzen die regionalen Stärken unserer Partner, deren bestehende Vertriebskanäle und Kundenbeziehungen, um uns gegenseitig zu ergänzen. 

Unser Kernbereich deckt das Geschäft mit Pkw, Nutzfahrzeugen und Sonderfahrzeugen ab. Robotik für die Landwirtschaft ist ein sekundäres Anwendungsfeld, das auf denselben Kerntechniken aufbaut. In Segmenten, in denen unsere durchgängige Software und die entkoppelte Architektur klare Leistungs- und Kostenvorteile bieten, treten wir in direkten Wettbewerb; in anderen Feldern verstehen wir uns als ergänzender Partner.

Sie stehen als junges Unternehmen im Wettbewerb mit etablierten Zulieferern

Wir erkennen die Stärken langjährig etablierter Zulieferer an. Unsere Strategie konzentriert sich auf den Software-Stack für automatisiertes Fahren; wir stehen Herstellern sowohl als Hauptlieferant als auch als qualifizierter Zweitlieferant zur Verfügung. Wichtiger noch: Wir betreiben echte gemeinsame Entwicklungsarbeit mit unseren Kunden, statt einmalige Produktverkäufe abzuwickeln.

Sämtliche Kerntechniken haben wir eigenständig entwickelt, vollständig im eigenen geistigen Eigentum. Wir sind nicht auf externe Algorithmusanbieter angewiesen. Diese Unabhängigkeit beim geistigen Eigentum verringert für unsere Partner in der Automobilindustrie langfristige Lieferkettenrisiken und bildet das Fundament für eine vertrauensvolle, dauerhafte Zusammenarbeit.

Wie überzeugen Sie internationale Hersteller?

Internationale Hersteller stützen ihre Lieferantenqualifizierung auf vier zentrale Säulen: Konformität mit funktionaler Sicherheit, Nachverfolgbarkeit der Software, eine nachgewiesene Erfolgsbilanz in der Serienfertigung sowie einen langfristigen Entwicklungsfahrplan – flankiert von flexiblen Kooperationsmodellen.

Eigenständige, durchgängige Softwarekompetenz aus eigener Entwicklung ist die grundlegende Voraussetzung, um diese strengen Qualifizierungshürden zu überwinden. Bei sicherheitsrelevanten Komponenten ist der Preis nicht das entscheidende Kriterium. Getreu unserer Nullsummen-freien Logik verstehen wir uns als ergänzender Beitrag zum gesamten industriellen Ökosystem – und nicht als schlichter Ersatz für etablierte lokale Tier-1-Zulieferer.

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