Thermomanagement Zehn Grad mehr verdoppeln Batterie-Alterung

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 8 min Lesedauer

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Kühle Luft im Innenraum ist ein Komfortmerkmal. Bei E-Autos regelt die Klimaanlage aber zusätzlich die Temperatur für die Hochvoltbatterie. Und die entscheidet über Leistung und Lebensdauer des Akkus.

Bei E-Autos stellt die Klimaanlage auch die ideale Temperatur für die Hochvoltbatterie sicher – ein Schaden kann Ladeleistung und Lebensdauer herabsetzen.(Bild:  Inficon)
Bei E-Autos stellt die Klimaanlage auch die ideale Temperatur für die Hochvoltbatterie sicher – ein Schaden kann Ladeleistung und Lebensdauer herabsetzen.
(Bild: Inficon)

Viele Autofahrerinnen und Autofahrer merken erst an den ersten heißen Tagen, dass etwas mit ihrer Klimaanlage nicht stimmt. Nämlich dann, wenn statt erfrischender Kühle nur ein laues Lüftchen aus den Lüftungsdüsen strömt. Der eine oder die andere mag dann mit den Achseln zucken und einfach das Gebläse stärker aufdrehen. Oder die erste Hitzewelle ist schnell wieder vorbei, und der Wunsch an Kühlleistung wieder erloschen.

Die Klimaanlage ist eben ein Komfortmerkmal, und nicht wenige Besitzer vor allem älterer Fahrzeuge schieben eine möglicherweise teure Reparatur gerne auf. Doch im Zeitalter der Elektromobilität könnte das ein folgenschwerer Fehler sein. Denn bei E-Autos hält das Thermomanagement nicht nur die Insassen, sondern auch die Hochvoltbatterie auf ihrer idealen Temperatur, die zufällig ziemlich genau der des Menschen entspricht. Bei ungefähr 25 Grad Celsius bringen Lithium-Ionen-Batterien ihre beste Leistung und erreichen ihre höchste Lebensdauer.