SiC-Fabrik ZF-Chef bedauert Entscheidung von Chiphersteller Wolfspeed

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Gemeinsam mit ZF wollte Wolfspeed im Saarland eine Fabrik für Siliziumkarbid-Halbleiter errichten. Das US-Unternehmen hat das Projekt vorerst gestoppt. Zum Bedauern von ZF-CEO Holger Klein.

So ähnlich könnte die geplante SiC-Fabrik im Saarland aussehen. Doch der Zulieferer Wolfspeed hat das Projekt vorerst gestoppt. Partner ZF ist darüber enttäuscht.(Bild: Wolfspeed)
So ähnlich könnte die geplante SiC-Fabrik im Saarland aussehen. Doch der Zulieferer Wolfspeed hat das Projekt vorerst gestoppt. Partner ZF ist darüber enttäuscht.
(Bild: Wolfspeed)

Der Vorstandsvorsitzende des Automobilzulieferers ZF zeigt sich enttäuscht über die Entscheidung des US-Unternehmens Wolfspeed, den geplanten Bau der Chipfabrik auf unbestimmte Zeit zu verschieben. „Wir hatten als Unternehmen sehr viele Hoffnungen in dieses Projekt gesetzt“, sagte der Vorstandsvorsitzende Holger Klein bei einem Besuch des ZF-Werkes in Saarbrücken.

Für den Bau der weltweit größten Fabrik für Halbleiter aus Siliziumkarbid waren Investitionen in Höhe von rund 2,7 Milliarden Euro und mindestens 600 Arbeitsplätze geplant gewesen. ZF wollte sich mit 170 Millionen Euro an dem Vorhaben in Ensdorf beteiligen.

ZF plant vorerst ohne Chipfabrik in Ensdorf

Dabei habe man die Produktion von Siliziumkarbid-Chips unter dem Motto „Vom Fab ins Lab“ – also vom Forschungslabor in die Fabrik – gestalten wollen. „Wir haben uns mit dem Kooperationspartner Wolfspeed sehr bemüht, eine Fab ins Saarland zu bringen“, bilanzierte Klein. Sowohl von der Landes- als auch der Bundesregierung habe man dabei „maximalen Support“ erfahren.

Wegen des schleppenden Absatzes von E-Autos habe Wolfspeed die Pläne jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben. „Damit ist dieses Thema auch für uns in unserer Kooperation geschoben“, betonte Klein. Als Lieferant von Siliziumkarbid-Chips bleibe Wolfspeed aber für ZF „ein sehr wesentlicher Partner“.

Saarland „nach wie vor idealer Standort“

Nach wie vor sei das Saarland seiner Meinung nach „ein idealer Standort für eine solche Fertigung“, auch aufgrund der hier vorhandenen Expertise. Die Beschäftigung bei Wolfspeed wäre zudem für ZF „ein sehr willkommener Weg gewesen“, Facharbeiter aus dem Betrieb in Saarbrücken dort in den Anlauf der neuen Fabrik zu schicken.

In das geplante Bauvorhaben habe ZF bereits „erheblich“ investiert. „Mit Sicherheit einen Millionenbetrag“, sagte Klein auf Nachfrage. Die vorgesehenen 170 Millionen Euro würden nun für andere Innovationen eingesetzt.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung