Continental 30 Meter Bremsweg aus 100 km/h
Mit der Präsentation des so genannten "30-Meter-Autos", das aus 100 km/h nicht nach 38,5 Metern, dem heutigen Topwert für ein Kompaktfahrzeug, sondern bereits nach 30 Metern zum Stillstand kommt, hat die Continental AG ihre erste Phase des Projekts "Verkürzter Anhalteweg" abgeschlossen.
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Mit der Präsentation des so genannten "30-Meter-Autos", das aus 100 km/h nicht nach 38,5 Metern, dem heutigen Topwert für ein Kompaktfahrzeug, sondern bereits nach 30 Metern zum Stillstand kommt, hat die Continental AG ihre erste Phase des Projekts "Verkürzter Anhalteweg" abgeschlossen.
Das "30-Meter-Auto" auf Basis eines serienmäßigen VW Golfs zeigt laut Continental nicht nur das Potenzial heutiger Bremsen-, Fahrwerks- und Reifentechnik auf, sondern verdeutliche auch die Kompetenz des Unternehmens im Bereich des Chassis Managements.
Es unterscheidet sich von einem Serienfahrzeug gleicher Mo-torisierung durch seine: elektrohydraulische Bremse (EHB), größere Radbremsen und -scheiben, modifizierte ABS-Regelalgorithmen, Fahrwerk mit Luftfedern und verstellbaren Stoßdämpfern und durch seine reibwertoptimierte Reifen mit Reifenkraftsensoren (SWT = Seitenwand Torsi-on Sensor).
Die Komponenten des Konzeptfahrzeugs wurden vernetzt entwickelt und arbeiten auch vernetzt. Die elektrohydraulische Bremse, die Continental Teves spätestens 2003 in Serie produzieren wird, das Fahrwerk mit Luftfedern und stufenlos regelbaren Dämpfern sowie die Seitenwand Torsion Sensoren der Reifen tauschen ihre Daten über einen CAN-Bus aus. "Erst diese serielle elektronische Datenübertragung ermöglicht das sichere und zielführende Miteinander aller Systeme", erklärt Heinrich Huinink, Leiter Strategische Technologien.
So sorgen die Luftfedern bei Überland-Fahrtempo für eine Absenkung der Karosserie und damit des Schwerpunkts zur Fahrbahn. Dies führt zu geringeren Fahrzeugbewegungen und macht damit die Regelung des Bremsdrucks einfacher und stabiler: Die Hinterräder federn nicht mehr so stark aus und können nun mehr Brems- und Seitenführungskraft übertragen. Die Daten der Seitenwand Torsion Sensoren geben dem Bremsen-Rechner zeitgleich Aufschluss darüber, ob alle vier Räder das Optimum an Bremskraft übertragen. Ist dies an einem der Räder nicht der Fall, korrigiert die EHB dort den Bremsdruck.
Gemeinsam mit Partnern aus der Automobilindustrie will Continental nun daran gehen, Erkenntnisse aus dem "30-Meter-Projekt" auf einzelne Serienkomponenten zu übertragen, um kurzfristig durch eine Verkürzung des Bremsweges einen Beitrag für mehr Verkehrssicherheit zu leisten.