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Der Sparsame Alto
Und genau diese jungen Leute erreichte Suzuki mit seiner Miniaturausgabe des amerikanischen Ur-Jeep, der vor Discotheken und am Strand ebenso beeindruckte wie die vielen Kunden aus Forst- und Bauwirtschaft, die Suzuki bis heute treu sind. So gelang es Suzuki mit dem Eljot und seinen Nachfolgern SJ 410/413 sowie SJ Samurai den deutschen Allradmarkt bis Anfang der 1990er Jahre zu dominieren. Die Herzen überraschend vieler Kleinstwagen-Käufer mit besonders knappem Budget eroberte dagegen ab 1981 der Suzuki Alto durch rekordverdächtig niedrige Verbrauchswerte. Diese brachten laut Werbung sogar die sogenannten Ölscheichs zum Weinen – ein Fauxpas, für den sich Suzuki sofort in aller Form öffentlich entschuldigte. „Harry hat drei Liter Hubraum … Jens hat sechzehn Ventile und ich hole mit drei Zylindern Inge ab“, lautete die nächste, erfolgreichere Anzeigenkampagne für den 3,30 Meter kleinen Alto, der in fünf Generationen bis heute fester Bestandteil des städtischen Straßenbildes ist. Sogar zwischenzeitliche Zwillingsmodelle wie den Nissan Pixo überlebte der Alto. Seit neuestem soll ihn allerdings der weit weniger pfiffige Celerio ersetzen.
Bestseller Swift
„Unterschätzt die Japaner nicht“, warnten die Schlagzeilen, als sich der 1984 eingeführte Kleinwagen Swift wenig später mit schnellen GTi und schönen Cabrios nicht nur der sparsamen, sondern auch der lustvollen Fortbewegung verschrieb. Zu Recht, denn der Swift ist bis heute ein Bestseller, der seit gut zehn Jahren in Ungarn gebaut wird. Ein wichtiger Imageträger der neunziger Jahre wurde der in limitierter Auflage importierte winzige Roadster Suzuki Cappuccino, der noch vor dem Daihatsu Copen unterhalb des Mazda MX-5 ein neues Sportwagensegment eröffnete.
Der elegante Vitara
Weniger erfolgreich funktionierten dagegen die Suzuki-Experimente in der Kompaktklasse mit biederen Baleno- und extrem exaltierten Liana-Limousinen. Ganz im Gegensatz zum im Jahr 2000 eingeführten Ignis als Pionier der 4x4-Kompakt-Crossover. Ein kleiner Geniestreich, der seiner Zeit weit voraus fuhr, wie seine Nachfolger erleben. Müssen sich SX4 und S-Cross doch bereits mit Konkurrenten vieler Marken messen. Ein Luxusproblem, mit dem sich auch die Suzuki SUV plagen. Denn es war der Vitara, mit dem kompakte SUV ab 1988 erstmals Lebensart und eleganten Lifestyle zeigen durften, so wie er bis dahin nur mit Range Rover & Co assoziiert wurde. „Wer vorausfährt, benötigt ein starkes Rückgrat”, warb Suzuki für den Vitara. Ein Claim, an den sich der Riese unter den Kleinwagenbauern auch in den kommenden Jahren erinnern sollte. Ganz besonders in Deutschland, dem weltweit schwierigsten Markt.
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