Suchen

Tradition 35 Jahre Suzuki in Deutschland

Autor / Redakteur: spx / Jens Scheiner

Ein richtig rundes Jubliäum ist es nicht, aber Suzuki Deutschland nimmt seinen eigenen 35. Jahrestag wichtiger als das 80-jährige Konzernjubiläum. Schließlich waren es global die gleichen Kleinwagen und Kletterkünstler, die den japanischen Autohersteller groß gemacht haben.

Firmen zum Thema

Suzuki Eljot LJ80 Jahr 1980, Nachfolger Suzuki Samurai ab1988, Suzuki Jimny ab 1998 (v.l.n.r.).
Suzuki Eljot LJ80 Jahr 1980, Nachfolger Suzuki Samurai ab1988, Suzuki Jimny ab 1998 (v.l.n.r.).
(Foto: Suzuki)

„Wer Beute machen will, muss vor allem richtig ausgerüstet sein“, erklärt die Suzuki-Werbung in unbewusster Selbsterkenntnis, was den Rückblick auf 35 nicht nur beutereiche Jahre der Japaner in Deutschland betrifft. Schließlich verwirrte der Kleinwagenspezialist seine Kunden immer wieder durch zu viele Parallelmodelle und mancherlei Irrwege wie zuletzt das Mittelklassemodell Kizashi. Weshalb Suzuki zum Jubiläum sein Programm um gleich fünf Baureihen bereinigt, zugleich aber vielversprechende Concepts als Vorboten wegweisender Serienfahrzeuge enthüllt. So kryptisch die Kürzel iK-2 und IM4 dieser bereits auf dem Genfer Salon präsentierten Studien noch sind, schon 2016 sollen die aufregend gezeichneten Kleinen mit kräftigen Downsizing-Motoren und Allrad zur Serienform finden. Sind doch sparsame Kleinwagen und spannende Crossover-Konzepte das Erfolgsgeheimnis der Marke, die außerdem für Motorräder und Marine steht.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 19 Bildern

Über Nachbauten in die Top Ten

Tatsächlich machten knauserige Minis vom Alto bis zum Celerio, Sport-Flitzer wie Swift und Cappuccino und kompakte Kraxler vom Eljot bis zum Vitara die Marke Suzuki zu einem globalen Giganten unter den Automobilkonzernen. Mit Werken in Europa und Indien gelang dem familiengeführten Unternehmen aus der japanischen Küstenstadt Hamamatsu der Aufstieg bis in die Top Ten der Herstellercharts. Eine Entwicklung, die die Vision des Unternehmensgründers und Webstuhlherstellers Michio Suzuki weit übertraf. Wollte dieser doch vor 80 Jahren mit Nachbauten englischer Minicars erst einmal Japan motorisieren. Stattdessen wurde Suzuki später sogar ein gefragter Entwicklungspartner für Offroad- und Kleinwagenmodelle bei Opel, Fiat, Mazda und anderen Marken. Auch Volkswagen erwog vorübergehend eine strategische Partnerschaft mit dem Hersteller, der sich in Deutschland seit jeher um ein Image als junge und bezahlbare Lifestylemarke bemüht.

Bunt und irgendwie anders

Los ging es auf der Frankfurter IAA 1979, wo Suzuki mit bunt lackierten, 3,20 Meter kurzen Mini-Geländewagen vom Typ LJ 80 die Initialzündung setzte für die deutschlandweite Popularisierung kleiner Offroader. Die wilden 4x4-Wühlmäuse brachten als bezahlbare Cabriolets und verblüffend durchsetzungsfähige Allesüberwinder ein unwiderstehliches Lächeln in die ernsthaften Achtziger. Ein Jahrzehnt, das von Diskussionen um Nato-Nachrüstung, Waldsterben und die Generation einer karriere- und markenbewussten Jugend, den sogenannten Yuppies, bestimmt wurde.

(ID:43470725)