Pannenstatistik 2026 Weniger Pannen mit E-Autos

Von Mario Hommen/SP-X 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Elektroautos sind zuverlässiger als Modelle mit Verbrennungsmotor. Das meldet der ADAC. Ein Bauteil macht bei beiden Antrieben di meisten Sorgen.

Zu Pannen mit Elektroautos muss der ADAC seltener ausrücken.(Bild:  ADAC/Wilfried Wulff)
Zu Pannen mit Elektroautos muss der ADAC seltener ausrücken.
(Bild: ADAC/Wilfried Wulff)

Autos in Deutschland werden trotz steigenden Durchschnittsalters tendenziell zuverlässiger. Darauf weist der ADAC in seiner aktuellen Pannenstatistik hin. Besonders Elektroautos schneiden dabei deutlich besser ab als vergleichbare Verbrenner.

Die „Gelben Engel“ waren im vergangenen Jahr rund 3,7 Millionen Mal im Einsatz, was einem erneuten Plus von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Hauptgrund ist eine weiterhin alternde Fahrzeugflotte in Deutschland: Die von Pannen betroffenen Autos waren 2025 im Schnitt knapp 14 Jahre alt.

Zwar steigt das Pannenrisiko grundsätzlich mit dem Alter, allerdings hat sich dieser Zusammenhang abgeschwächt. So lag die Pannenwahrscheinlichkeit bei zehn Jahre alten Fahrzeugen 2015 noch bei 6,5 Prozent, 2025 hingegen nur noch bei 3,1 Prozent.

Pannen treten überwiegend bei älteren Fahrzeugen auf. Das ist nicht neu – die Schere zwischen Pannenalter und Fahrzeugalter öffnet sich aber weiter.(Bild:  ADAC)
Pannen treten überwiegend bei älteren Fahrzeugen auf. Das ist nicht neu – die Schere zwischen Pannenalter und Fahrzeugalter öffnet sich aber weiter.
(Bild: ADAC)

E-Autos haben weniger Pannen

Unabhängig vom Alter attestiert der ADAC Elektroautos eine generell geringere Pannenanfälligkeit. Maßstab ist die sogenannte Pannenkennziffer, die die Zahl der Pannen pro 1.000 Fahrzeuge angibt. Vier Jahre alte E-Autos kamen demnach 2025 auf einen Wert von 6,5, gleich alte Verbrenner auf 12,5.

Als Ursache nennt der ADAC die geringere Zahl verschleißanfälliger Bauteile bei Elektrofahrzeugen. Bei klassischen Antrieben sind unter anderem Komponenten des Antriebsstrangs und des Kraftstoffsystems häufige Fehlerquellen.

Trotz der Probleme mit der 12-Volt-Batterie sind E-Autos im Durchschnitt deutlich zuverlässiger als Verbrenner – es kann einfach weniger kaputtgehen.(Bild:  ADAC)
Trotz der Probleme mit der 12-Volt-Batterie sind E-Autos im Durchschnitt deutlich zuverlässiger als Verbrenner – es kann einfach weniger kaputtgehen.
(Bild: ADAC)

Problemfall 12-Volt-Batterie

Unabhängig von der Antriebsart bleibt jedoch die 12-Volt-Bordnetzbatterie die größte Schwachstelle: Sie war für nahezu die Hälfte aller Einsätze verantwortlich. Kurioserweise weisen Elektroautos einen höheren Anteil an Pannen im Bereich des Bordnetzes auf als Verbrenner. Der ADAC führt das auf die komplexere Fahrzeugelektronik zurück.

Die zuverlässigsten Autos im Jahr 2025

Auf Baureihen heruntergebrochen kürt die Pannenstatistik unter den dreijährigen Fahrzeugen den BMW i3 mit einer Pannenkennziffer von 0,4 und das Tesla Model 3 mit 0,7 als besonders zuverlässig. Unter den Verbrennern schneiden Mini und BMW X2 am besten ab, beide mit 0,8.

Überdurchschnittlich häufig blieben dagegen Modelle wie der Toyota C-HR und RAV4, Yaris Cross und Corolla liegen, was dem Markenimage der unbedingten Zuverlässigkeit widerspricht. Allerdings hatte Toyota in den letzten Jahren zu schwach dimensionierte und offenbar qualitativ schlechte Starterbatterien verbaut – ein Fehler, der mittlerweile korrigiert sein soll, wie Toyota dem ADAC gegenüber angab.

Bei den Elektroautos fällt der Hyundai Ioniq 5 mit erhöhten Pannenwerten auf. Der ADAC führt das auf ein Problem in der Stromversorgung zurück. Das für die Versorgung der 12-Volt-Batterie zuständige Bauteil kann fehlerhaft arbeiten, was in der Folge zu einer Unterspannung und damit einem Stillstand des Fahrzeugs führt.

(ID:50827582)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung