KI im Fahrzeug Schaeffler und Sonatus bringen Edge-KI direkt auf das Steuergerät

Von Sven Prawitz 1 min Lesedauer

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Der Zulieferer Schaeffler kooperiert mit dem kalifornischen Softwareunternehmen Sonatus. Gemeinsam wollen die Partner Künstliche Intelligenz direkt auf domänenübergreifende Fahrzeug-Steuergeräte bringen.

von links: Rodrigo Peres, Senior Vice President Business Unit Vehicle and Battery Controls bei Schaeffler AG, und Marc Synnot, General Manager Ireland Operations bei Sonatus, unterzeichneten die Partnerschaft der beiden Zulieferer.(Bild:  Schaeffler)
von links: Rodrigo Peres, Senior Vice President Business Unit Vehicle and Battery Controls bei Schaeffler AG, und Marc Synnot, General Manager Ireland Operations bei Sonatus, unterzeichneten die Partnerschaft der beiden Zulieferer.
(Bild: Schaeffler)


Um den Übergang zu softwaredefinierten Fahrzeugen (SDV) zu beschleunigen, haben der Automobilzulieferer Schaeffler und das US-amerikanische Softwareunternehmen Sonatus eine globale Partnerschaft geschlossen. Das Ziel der Kooperation: Künstliche Intelligenz (KI) soll künftig direkt auf den domänenübergreifenden Steuergeräten im Fahrzeug ausgeführt werden (sog. Edge AI).

Wie Schaeffler mitteilte, kombiniert man dafür die eigenen Steuergeräte mit der KI-basierten Software von Sonatus. Konkret geht es um die Integration von zwei Software-Produkten des Partners aus dem Silicon Valley: „Collector AI“ ermöglicht laut Unternehmen eine gezielte Datenerfassung in Echtzeit, ohne auf extrem umfangreiche Datenlogs angewiesen zu sein. Der „AI Director“ wiederum übernimmt die Ausführung und das Lebenszyklus-Management der KI-Modelle direkt im Fahrzeug.

Dynamische Systeme statt starrer Hardware

Für die Automobilhersteller soll dieser Ansatz den Integrations- und Validierungsaufwand drastisch reduzieren. „Softwaredefinierte Fahrzeuge benötigen eine robuste und skalierbare Hardwarebasis“, erklärt Thomas Stierle, Vorstand E-Mobility der Schaeffler AG. Indem die Steuergeräte datenbasierte und KI-gestützte Funktionen direkt im Fahrzeug ausführen, werde die Grundlage für die nächste Generation zentraler und zonaler Fahrzeugarchitekturen geschaffen.

Die Partner versprechen, dass Autohersteller durch die vorintegrierte Lösung zentrale Fahrzeugfunktionen wie Lenken, Bremsen und Energiemanagement besser kontrollieren und durch kontinuierliche Over-the-Air-Updates optimieren können – ganz ohne Hardware-Änderungen.

Auch für Sonatus-CEO Jeff Chou ist die reine Hardware-Zentralisierung nur der erste Schritt. Ein echtes softwaredefiniertes Fahrzeug entstehe erst, wenn die KI lokal im Fahrzeug arbeite und die Hardware kontinuierlich dazulerne. „Gemeinsam mit Schaeffler verwandeln wir statische Steuergeräte in dynamische, intelligente Systeme“, so der Mitgründer.

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