Europa Autonomes Fahren: Absichtserklärung für einheitliche Standards

Von Sven Prawitz 1 min Lesedauer

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16 Mitgliedsstaaten der EU haben eine Absichtserklärung unterzeichnet. Im Rahmen dessen will man einheitliche europäische Standards für Technik, Sicherheit, Infrastruktur und Regularien für das autonome Fahren erarbeiten.

Zusammen mit 16 weiteren EU-Mitgliedsstaaten will Deutschland autonomes Fahren - vor allem im ÖPNV und im Gütertransport - grenzübergreifend nach vorne bringen.(Bild:  Hamburger Hochbahn)
Zusammen mit 16 weiteren EU-Mitgliedsstaaten will Deutschland autonomes Fahren - vor allem im ÖPNV und im Gütertransport - grenzübergreifend nach vorne bringen.
(Bild: Hamburger Hochbahn)

Um den Einsatz autonomer Fahrzeuge im regulären Verkehr europaweit besser koordinieren zu können, haben Deutschland und 16 Mitgliederstaaten der EU eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Im Rahmen dessen will man einheitliche europäische Standards für Technik, Sicherheit, Infrastruktur und Regularien erarbeiten.

Vor dem Hintergrund des EU-Verkehrsministerrats in Luxemburg wurde die sogenannte Joint Declaration of Intent unterzeichnet. Das begrüßt auch der Verband der Automobilindustrie: Es sei „ein gutes Signal für den Hochlauf des autonomen Fahrens in Europa“. Die Initiative wird vom Verband als überfällig bezeichnet, damit die regulatorischen Rahmenbedingungen in Europa mit dem technischen Stand Schritt halten können. VDA-Geschäftsführer Marcus Bollig betont: „Für die erfolgreiche Skalierung von Level-4-Anwendungen braucht es grenzüberschreitend nutzbare Regeln, harmonisierte Verfahren und eine stärkere gegenseitige Anerkennung von Zulassungen.“

Schneller zur Marktreife

Die Testfelder sollen ermöglichen, dass autonome Fahrzeuge unter realen, grenzüberschreitenden Bedingungen betrieben werden. Dabei sollen einheitliche europäische Standards für Technik, Sicherheit und Infrastruktur entwickelt werden, einschließlich der Harmonisierung entsprechender nationaler und europäischer Regelwerke. Auf diese Weise erhoffen sich die Länder, die Technik schneller zur Marktreife zu bringen und die EU-Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Als Anwendungsfälle sind der ÖPNV, inklusive Robotaxis, und der Güterverkehr vorgesehen. 

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder unterstreicht den Handlungsbedarf. „Wir wollen autonome Mobilität über EU-Staatengrenzen hinweg betreiben und harmonisierte europäische Standards für Technik, Sicherheit und Infrastruktur entwickeln.“ Diese werde nun im Rahmen der Initiative gemeinsam mit allen anderen unterzeichnenden Mitgliedstaaten möglich.

Die beteiligten Länder

  • Belgien
  • Deutschland
  • Estland
  • Finnland
  • Frankreich
  • Griechenland
  • Irland
  • Italien
  • Kroatien
  • Luxemburg
  • Niederlande
  • Österreich
  • Polen
  • Schweden
  • Tschechien
  • Ungarn
  • Zypern

Auf nationaler Ebene sind neben dem Kraftfahrtbundesamt die Länder Baden-Württemberg, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Saarland an der Initiative beteiligt.

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