Rüstung Renault und Thales bauen Drohnen

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

Renault und der Rüstungskonzern Thales werden gemeinsam Drohnen bauen. Produktionsstart könnte schon im Jahr 2027 sein.

Der auf dem Rafale basierende „4 Troop“ soll als mobile Kommandostation dienen.(Bild:  Renault)
Der auf dem Rafale basierende „4 Troop“ soll als mobile Kommandostation dienen.
(Bild: Renault)

Die Renault-Gruppe und Thales bauen künftig gemeinsam Drohnen. Dafür einigten sich die Unternehmen darauf, die Großserienproduktion der ferngesteuerten Angriffsdrohne „Toutatis“ von Thales zu entwickeln und zu industrialisieren. Zuvor hatten die Unternehmen das Fahrzeug „4 TROOP“ vorgestellt – ein auf dem Rafale basierendes Auto, das als mobile Kommandozentrale vor allem zum Steuern unbemannter Drohnen dienen soll.

Die Produktion der Angriffsdrohnen könnte bereits im Jahr 2027 beginnen. Die anfängliche Kapazität läge dann laut Renault bei 1.000 Einheiten pro Monat.  Mit der Zusammenarbeit wollen Renault und Thales „in Frankreich eine eigenständige, agile und wettbewerbsfähige Drohnenindustrie“ aufbauen, „die vollständig auf die Anforderungen der Kriegswirtschaft abgestimmt ist“.

Was kann die Drohne Toutatis?

Die Kurzstrecken-Angriffsdrohne Toutatis kann von Fußsoldatinnen und Fußsoldaten eingesetzt und von Plattformen aus gestartet werden, darunter Kampffahrzeuge, Flugzeuge und Marineplattformen. Toutatis ist resistent gegen elektromagnetische Störsignale und mit einem missionskonfigurierbaren Gefechtskopf ausgestattet. Die Drohne hat einen Aktionsradius von rund 30 Kilometern und kann bis zu 150 km/h schnell fliegen.

Damit kann sie laut Thales Ziele wie Kampffahrzeuge neutralisieren – menschliche Bediener bleiben dabei in den Entscheidungsprozess eingebunden. Toutatis kann als Teil eines Drohnenschwarms operieren und ist ein skalierbares System, das sich an sich wandelnde operative Anforderungen anpassen lässt.

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