Industrieautomation Omron und Dassault Systèmes verknüpfen reale und virtuelle Fabrikwelt

Von Berit Klotz 2 min Lesedauer

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Beide Unternehmen bündeln ihre Expertise, um IT und OT in der Fertigung zu verschmelzen. Virtuelle Zwillinge sollen Produktionssysteme intelligenter, flexibler und effizienter machen.

Virtuelle Zwillinge sollen dabei helfen, Produktionssysteme effizienter zu entwerfen(Bild:  Altair)
Virtuelle Zwillinge sollen dabei helfen, Produktionssysteme effizienter zu entwerfen
(Bild: Altair)

Das japanische Automatisierungsunternehmen Omron und der französische Softwarekonzern Dassault Systèmes haben eine Partnerschaft geschlossen. Das gemeinsame Ziel: Die Lücke zwischen Informationstechnik (IT) und Betriebstechnik (OT) in der industriellen Fertigung zu schließen. Durch die Verschmelzung von virtuellen und realen Umgebungen sollen Hersteller künftig in der Lage sein, Produktionssysteme durchgängig von der Planung über die Simulation bis zur Inbetriebnahme effizienter zu gestalten.

Die Unternehmen adressieren damit ein grundlegendes Problem vieler Fabriken: Produktdesign, Automatisierungs- und Fertigungssysteme arbeiten oft noch in isolierten Datensilos. Diese Fragmentierung führt in der Praxis zu längeren Inbetriebnahmezeiten, eingeschränkter Flexibilität und höheren Risiken. Die neue Kooperation soll diese Barrieren durch eine nahtlose Verbindung aufbrechen. Technisch werden dafür die Simulationsumgebung der Dassault Systèmes „3D UNIV+RSES“ und die Automatisierungsplattform „Sysmac“ von Omron miteinander verknüpft.

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Virtueller Zwilling als Herzstück

Im Zentrum der Zusammenarbeit steht der virtuelle Zwilling. Er ermöglicht es Herstellern, neue Produktionslinien, Roboterverhalten oder Logistikflüsse komplett in der virtuellen Welt zu entwerfen, zu simulieren und zu validieren, bevor sie physisch gebaut werden. So lassen sich Leistungs-, Sicherheits- und Wartungsszenarien vorab testen, was Fehler reduziert und Kosten senkt.

Ist die physische Produktionslinie schließlich installiert, fließen Echtzeitdaten von Sensoren, Steuerungen und Robotern kontinuierlich zurück in den virtuellen Zwilling. Dieser permanente Abgleich zwischen simuliertem und realem Verhalten ermöglicht eine optimierte Feinabstimmung im laufenden Betrieb sowie eine vorausschauende Wartung.

Pascal Daloz, CEO von Dassault Systèmes, spricht von einer neuen Ära: „Gemeinsam mit Omron entwickeln wir dynamische Produktionssysteme auf Basis von KI, die sich selbst verbessern und softwaregesteuert arbeiten.“

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