Verkehrsunternehmen Autonomer Stadtbus für die Münchner City

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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MAN hat einen Stadtbus mit umfangreicher Sensorik für autonomes Fahren ausgestattet. Der Bus soll ab Herbst im Pilotbetrieb durch München fahren.

Der Stadtbus soll ab Herbst 2026 testweise in München unterwegs sein.(Bild:  Bernhard Huber)
Der Stadtbus soll ab Herbst 2026 testweise in München unterwegs sein.
(Bild: Bernhard Huber)

MAN hat gemeinsam mit dem Technologiepartner Adastec einen vollelektrischen Stadtbus automatisiert. Adastec entwickelt Software für automatisiertes Fahren nach SAE-Level 4 für Busse und Nutzfahrzeuge. Der Lion´s City 12 E ist mit fünf LiDAR -Sensoren, sechs Radaren, acht Kameras und dem Global Navigation Satellite System, GNSS, ausgestattet. Aktuell testen die Unternehmen den Bus auf MAN-Gelände. Dazu zählen Fahrmanöver wie das Heranfahren an Bushaltestellen.

Autonomer Pilotbetrieb im Münchner Linienverkehr geplant

Im Anschluss an die Erprobung soll der automatisierte Elektrobus im Straßenverkehr in München unterwegs sein – vorerst ohne Fahrgäste. Diese Fahrten dienen finalen Tests unter realen Bedingungen. Im Herbst soll die Münchner Verkehrsgesellschaft den offiziellen Pilotbetrieb mit einer geschlossenen Nutzergruppe starten.

Das Interesse von Verkehrsunternehmen an autonomen Bussen ist riesig.

Barbaros Oktay, Head of Bus bei MAN Truck & Bus

„Das Fahrzeug wird dabei unter anderem eigenständig lenken, Gas geben, bremsen und blinken. Ein Sicherheitsfahrer ist an Bord, um die Systeme zu überwachen“, erklärt Michael Roth, Leiter Bus-Strategie und Produktstrategie Bus bei MAN. Das Feedback der Testnutzerinnen und -nutzer soll in die Auswertung einfließen. Wann und unter welchen Voraussetzungen die Mitfahrt möglich ist, will MAN noch bekanntgeben.

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Das Forschungsprojekt „MINGA“

Das Projekt ist Bestandteil des Forschungsvorhabens „MINGA“ – Münchens automatisierter Nahverkehr mit Ridepooling, Solobus und Bus-Platoons. Es läuft seit dem Jahr 2023 mit 16 Partnern aus Verwaltung, Forschung und Wirtschaft. Das Mobilitätsreferat der Landeshauptstadt München verantwortet als Konsortialführer das Gesamtprojekt.

Ziel ist es, automatisierte und vernetzte Mobilität in das bestehende Verkehrssystem zu integrieren und Fragen zu Technik, Regulierung, Wirtschaftlichkeit, Barrierefreiheit und Betrieb zu beantworten. Das Bundesministerium für Verkehr fördert das Projekt bis Mitte 2027 mit rund 13 Millionen Euro.

„MINGA ist für uns ein enorm wichtiges Projekt, schließlich ist es ein wesentlicher Schritt im Hinblick auf einen ,Proof of Concept‘ im Linienbetrieb“, erklärt Barbaros Oktay, Head of Bus bei MAN Truck & Bus; und ergänzt: „Nach Abschluss der Konzeptphase sollen Feldversuche mit Kunden starten. Das Interesse von Verkehrsunternehmen an autonomen Bussen ist riesig.“

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