Märkte Eignet sich China als Vorbild?

Von Xing Zhou, Claus Hafner, Willy Wang* 4 min Lesedauer

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Der Begriff „Leitmarkt“ ist für China längst gelebte Realität und stellt europäische Tier-1- und Tier-2-Zulieferer vor existenzielle Fragen. Es geht nicht mehr um die bloße Präsenz in China, sondern um die Adaption eines völlig neuen Industriestandards: der „China Speed“.

Volkswagen hat in China bereits speziell auf den Markt zugeschnittene Fahrzeuge vorgestellt, die nicht auf bestehenden VW-Plattformen basieren.(Bild:  Volkswagen AG)
Volkswagen hat in China bereits speziell auf den Markt zugeschnittene Fahrzeuge vorgestellt, die nicht auf bestehenden VW-Plattformen basieren.
(Bild: Volkswagen AG)

Während europäische Zulieferer jahrzehntelang durch Technologievorsprung und Skaleneffekte dominierten, haben chinesische Wettbewerber das Spielfeld inzwischen nivelliert. Auf OEM-Seite ist hervorzuheben, dass europäische Hersteller ihren China-Footprint massiv ausgebaut haben. Insbesondere die Volkswagen Group ist hier zu nennen, die mit ihrer dedizierten „local-for-local“-Strategie bereits speziell auf den chinesischen Markt zugeschnittene Fahrzeuge eingeführt hat, die nicht auf bestehenden VW-Plattformen basieren. Beispiele hierfür sind der AUDI E5 und der ID Unyx 08, die auf Plattformen von SAIC beziehungsweise Xpeng beruhen.

Gleichzeitig haben chinesische Zulieferer ihre Marktanteile sowohl in China als auch global drastisch ausgebaut. In Bereichen wie Batterietechnologie und autonomes Fahren haben chinesische Player bereits dominante Positionen erreicht. So erzielten CATL und BYD im Jahr 2025 gemeinsam einen Marktanteil von rund 55 Prozent im globalen EV-Hochvoltbatteriemarkt.